Google hat Ende Januar ein KI-Modell vorgestellt, das die Videospielindustrie aufhorchen lässt. „Project Genie" kann aus einfachen Text- oder Bildbeschreibungen spielbare 3D-Welten generieren – in Echtzeit. Die Reaktion der Börse ließ nicht lange auf sich warten: Aktien klassischer Gaming-Konzerne brachen zweistellig ein. Doch während Google technologisch vorlegt, wächst gleichzeitig der regulatorische Druck auf Tochter Waymo.

Project Genie erschüttert Gaming-Branche

Die Technologie simuliert Physik und Interaktionen dynamisch, während sich Nutzer durch die Umgebung bewegen. Google beschreibt es so: „Genie 3 generiert den Weg nach vorne in Echtzeit, während Sie sich bewegen und mit der Welt interagieren."

Die Marktreaktion am 30. Januar war deutlich: Take-Two Interactive verlor 10 Prozent, Roblox rutschte um über 12 Prozent ab, Unity Software brach sogar um 21 Prozent ein. Der Grund für die Nervosität: Project Genie könnte Entwicklungszyklen massiv verkürzen. Premium-Titel benötigen heute fünf bis sieben Jahre Entwicklungszeit und Budgets im dreistelligen Millionenbereich.

Joost van Dreunen, Gaming-Professor an der NYU Stern School of Business, ordnet ein: Die wahre Transformation komme dann, „wenn KI-basiertes Design beginnt, Erlebnisse zu schaffen, die einzigartig sind – und nicht nur traditionelle Arbeitsabläufe beschleunigt."

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Waymo im Visier der Verkehrsbehörde

Parallel dazu steht Alphabet-Tochter Waymo unter Beobachtung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Auslöser war ein Vorfall am 23. Januar in Santa Monica: Ein fahrerloses Waymo-Fahrzeug erfasste ein Kind, das während der morgendlichen Schulbringzeit zwischen geparkten Autos hervor auf die Straße lief.

Waymo zufolge erkannte die Technologie die Person sofort und bremste von rund 27 km/h auf unter 10 km/h ab, bevor es zum Kontakt kam. Das Kind erlitt leichte Verletzungen. Die Behörde untersucht bereits weitere Vorfälle mit Waymo-Robotaxis in Austin, Texas, bei denen es zu Situationen mit stehenden Schulbussen kam.

Erster KI-Spionage-Urteilsspruch

Am selben Tag der Project-Genie-Ankündigung verurteilte ein Bundesgericht in San Francisco den ehemaligen Google-Softwareingenieur Linwei Ding wegen Wirtschaftsspionage und Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. Ding hatte zwischen Mai 2022 und April 2023 über 2.000 Seiten vertraulicher Informationen zu Googles KI-Technologie gestohlen, darunter Details zu Tensor Processing Units und GPU-Systemen. Das US-Justizministerium bezeichnet dies als erste Verurteilung wegen KI-bezogener Wirtschaftsspionage in den Vereinigten Staaten.

Quartalszahlen am 4. Februar

Die Q4-Ergebnisse für 2025 stehen kurz bevor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,58 Dollar. Ob Google weitere Details zu Project Genie oder zur kommerziellen Verwertung liefert, dürfte für die Marktreaktion entscheidend sein – ebenso wie der Umgang mit den regulatorischen Herausforderungen bei Waymo.

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