Almonty Industries Aktie: Wolfram-Rally unter Druck
Der Wolfram-Produzent Almonty Industries hat starke Jahreszahlen vorgelegt und erntet dafür breite Analystenunterstützung — doch die Aktie geriet zuletzt trotzdem ins Rutschen. Ein Blick auf die Zahlen erklärt, warum der Optimismus der Analysten dennoch berechtigt sein könnte.
Zahlen mit Erklärungsbedarf
Die Jahreszahlen 2025, veröffentlicht am 18. März, zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr um 13 Prozent auf 32,5 Millionen US-Dollar, im vierten Quartal allein um 39 Prozent. Treiber war der massive Preisanstieg beim Ammoniumparawolframat (APT): Der gleitende Zwölfmonatsdurchschnitt legte um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar je Mengentonneneinheit zu.
Der ausgewiesene Nettoverlust von 161,9 Millionen US-Dollar klingt alarmierend, ist es operativ aber nicht. Der weitaus größte Teil — 87,3 Millionen US-Dollar — entfällt auf eine nicht zahlungswirksame Neubewertung von Derivatverbindlichkeiten, ausgelöst durch den starken Kursanstieg der Almonty-Aktie von 1,36 auf 12,07 CAD im Jahresverlauf. Cashflow und Liquidität blieben davon unberührt.
Analysten erhöhen die Ziele
Diamond Equity Research hat seine EPS-Schätzung für das Geschäftsjahr 2026 von 0,23 auf 0,45 US-Dollar je Aktie nahezu verdoppelt. Für 2027 erwartet Analyst H. Diamond bereits 1,03 US-Dollar je Aktie. Den Diskontierungssatz senkte die Firma um 100 Basispunkte auf 7,0 Prozent und legte eine illustrative Bewertung von 27,00 US-Dollar je Aktie vor — unter der Bedingung erfolgreicher Umsetzung der laufenden Projekte.
Weitere Häuser zogen nach:
- Oppenheimer: Kursziel von 16,00 auf 19,00 US-Dollar erhöht, Rating „Outperform"
- DA Davidson: Kursziel 25,00 US-Dollar, Rating „Buy"
- B. Riley Financial: Kursziel von 17,00 auf 23,00 US-Dollar angehoben, Rating „Buy"
Das durchschnittliche Konsensus-Kursziel liegt laut MarketBeat bei 18,38 US-Dollar.
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Geopolitik als Rückenwind
Der strukturelle Rahmen stützt die bullische Einschätzung. China kontrolliert über 80 Prozent der weltweiten Wolframproduktion und hat Exportbeschränkungen eingeführt. Ab 2027 verbieten die USA zudem chinesische Wolframimporte für Rüstungszwecke — ein direkter Vorteil für westliche Produzenten wie Almonty.
Der APT-Preis hat inzwischen rund 2.500 US-Dollar je Mengentonneneinheit erreicht. Die Nachfrage aus Verteidigung und Halbleiterfertigung bleibt robust, das Angebot außerhalb Chinas knapp.
Kapital für die nächste Wachstumsstufe
Ende 2025 schloss Almonty eine Kapitalerhöhung über 129,4 Millionen US-Dollar ab und verfügte zum Jahresende über liquide Mittel von 268,4 Millionen US-Dollar. Dieses Kapital finanziert den laufenden Hochlauf in Südkorea sowie das Gentung-Browns-Lake-Projekt in Montana, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll. Die geplante Phase-2-Erweiterung in Sangdong soll 2027 die Wolframproduktion auf rund 4.600 Tonnen jährlich verdoppeln — genug, um etwa 40 Prozent der globalen Nachfrage außerhalb Chinas zu decken.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 63 Prozent zugelegt, notiert aktuell aber rund 35 Prozent unter dem Mitte März markierten 52-Wochen-Hoch von 30,32 CAD. Ob der Kursrückgang eine Konsolidierung nach dem rasanten Anstieg ist, wird die operative Entwicklung in den kommenden Quartalen zeigen müssen — konkret: die Produktionsaufnahme in Montana und der Fortschritt der Sangdong-Expansion.
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