Graphite One hat im Februar 35 Millionen kanadische Dollar eingesammelt und verstärkt zeitgleich sein Führungsteam. Das Unternehmen treibt damit sein Alaska-Graphitprojekt voran – mit Blick auf eine vollständig US-basierte Lieferkette für Batterierohstoffe. Die Warrants aus der jüngsten Finanzierungsrunde sollen in Kürze an der TSX Venture Exchange gelistet werden.

Kapitalerhöhung und Warrant-Listing

Mitte Februar schloss Graphite One eine Finanzierungsrunde über 20 Millionen Units zu je 1,75 kanadischen Dollar ab. Jede Unit besteht aus einer Aktie und einem Warrant, der den Inhaber berechtigt, innerhalb von 36 Monaten eine weitere Aktie zu 2,25 Dollar zu erwerben. Das Emissionsvolumen von ursprünglich 30 Millionen Dollar wurde nach voller Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf 35 Millionen Dollar erhöht.

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Die 20 Millionen Warrants sollen voraussichtlich ab dem 3. März unter dem Symbol GPH.WT.A handelbar sein. Die Mittel fließen primär in die Planung und Genehmigung einer Anodenmaterialfabrik in Ohio sowie in Ausrüstungskäufe und allgemeines Working Capital.

Lucille Carter übernimmt Community Relations

Parallel zur Kapitalmaßnahme hat das Unternehmen Lucille Carter zur Vice President of Community Relations ernannt. Carter war zuvor Senior Vice President bei der Bering Strait Native Corporation und verfügt über einen MBA der Western Governor's University sowie einen Bachelor-Abschluss der University of Alaska.

Die Personalie zielt auf die Vertiefung der Beziehungen zu den indigenen Gemeinden in Alaska ab, die für die Genehmigungsprozesse des Graphite Creek-Projekts zentral sind. Carter wird vom Anchorage-Büro aus agieren.

EXIM-Bank und Seltene Erden als Ergänzung

Im Hintergrund steht eine deutlich größere Finanzierungsstruktur: Die Export-Import Bank der USA hat nicht-bindende Interessensbekundungen über insgesamt 2,07 Milliarden Dollar für die Graphite Creek-Mine (670 Millionen) und die Ohio-Fabrik (1,4 Milliarden) abgegeben. EXIM würde rund 70 Prozent der Gesamtinvestition decken, die verbleibenden 30 Prozent verhandelt Graphite One mit Banken. Formelle Anträge sind für 2026 geplant.

Unabhängige Tests des Graphite Creek-Materials zeigten zudem erhöhte Gehalte an Magnet- und Schweren Seltenen Erden im dortigen Granat-Gestein. Laut Labordaten machen diese 85 Prozent der enthaltenen Seltenen Erden aus – ein zusätzliches wirtschaftliches Potenzial neben dem Graphit.

Zeitplan und Strategie

Graphite One verfolgt eine dreistufige Lieferkette: Abbau in Alaska, Transport über den Hafen Nome zur Verarbeitungsanlage in Ohio und dort eine geplante Recyclingfabrik für Batteriematerialien. Die USA sind derzeit zu 100 Prozent auf Graphit-Importe angewiesen; Graphite Creek gilt laut US Geological Survey als größte Graphitlagerstätte des Landes.

Die Aktie zeigte sich nach dem Anstieg Ende Januar zuletzt volatil. Der Kurs bewegt sich aktuell deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt, während die annualisierte Volatilität bei über 85 Prozent liegt. Die bevorstehende Warrant-Listung könnte zusätzliche Liquidität bringen, dürfte aber auch den Verwässerungseffekt in den Fokus rücken.

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