Almonty startet ins neue Jahr mit einem klaren Einschnitt: Die südkoreanische Vorzeigemine Sangdong wechselt von der Entwicklungs- in die Betriebsphase. Nach einem Kursplus von 840 % im Jahr 2025 rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, ob das Unternehmen den Hochlauf zur kommerziellen Produktion im ersten Quartal 2026 wie geplant umsetzen kann.

Sangdong erreicht Betriebsstatus

Am 16. Dezember wurde in Sangdong die erste Lkw-Ladung Erz auf dem Run-of-Mine-Pad abgeladen. Damit ist die Entwicklungsphase formal abgeschlossen, der aktive Bergbaubetrieb hat begonnen – der letzte Schritt vor dem Übergang zur kommerziellen Produktion.

Die Kennzahlen des Vorkommens unterstreichen die Dimension des Projekts:

  • Reserven: 7,9 Mio. Tonnen Erz
  • Durchschnittsgehalt: 0,47 % WO₃ (Wolframtrioxid)
  • Enthaltener Metallgehalt: 3,7 Mio. MTU (Metric Tonne Units)
  • Erzgehalt: rund dreimal höher als bei vergleichbaren Projekten weltweit

Die Aufbereitungsanlage ist mechanisch fertiggestellt, der Trocknerbereich befindet sich in der Inbetriebnahme. Der vollständige Hochlauf auf eine annualisierte Verarbeitungskapazität von rund 640.000 Tonnen Erz ist für das erste Quartal 2026 geplant.

CEO Lewis Black bezeichnete die erste Erzaufgabe als strategischen Wendepunkt für die Rolle des Unternehmens in der globalen Wolfram-Lieferkette.

Strategische Rolle im westlichen Wolfram-Angebot

Die Bedeutung von Sangdong wächst vor dem Hintergrund veränderter Handelspolitik. Ab Januar 2027 will das US-Verteidigungsministerium Wolfram aus nicht-verbündeten Staaten, darunter China und Russland, aus seinen Beschaffungen ausschließen. China kontrolliert aktuell mehr als 80 % des weltweiten Angebots.

Bei Volllast soll Sangdong mehr als 80 % des außerhalb Chinas geförderten Wolframs liefern. Damit positioniert sich Almonty als zentraler Lieferant für westliche Abnehmer in den Bereichen Verteidigung, Halbleiter, KI-Hardware und Luft- und Raumfahrt.

Dazu passende Unternehmensschritte der vergangenen Monate:

  • Managementverstärkung: Im Dezember wurde der pensionierte Brigadegeneral Steven L. Allen zum Chief Operating Officer ernannt. Er soll die Lieferketten für strategische Partner optimieren.
  • US-Expansion: Im November 2025 übernahm Almonty das Wolframprojekt Gentung Browns Lake in Montana für 9,75 Mio. US-Dollar. Der Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.
  • Kapitalmaßnahme: Im Dezember 2025 schloss das Unternehmen ein von Bank of America geführtes Angebot über 129,4 Mio. US-Dollar ab; die Konsortialbanken nutzten die Mehrzuteilungsoption vollständig.

Finanzbasis deutlich gestärkt

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Seit dem NASDAQ-Listing im Juli 2025 ist die Bilanz spürbar gestärkt. Die überzeichnete Dezember-Emission zog langfristig orientierte US-Investoren an. Nach Aussage von CEO Black sind die aktuellen Pläne damit vollständig finanziert; kurzfristig besteht kein weiterer Kapitalbedarf.

Die Mittelverwendung ist klar definiert:

  • Abschluss der Inbetriebnahme und Produktionshochlauf in Sangdong
  • Explorationsarbeiten im Projekt Gentung Browns Lake in Montana
  • Ausbau der Mine Panasqueira in Portugal
  • Bohrprogramm zur weiteren Erkundung der Molybdän-Ressource in Sangdong

Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 3 Mrd. CAD.

Q1 2026 als Bewährungsprobe

Das erste Quartal 2026 ist operativ entscheidend. Geplant sind insbesondere:

  • Inbetriebnahme der Zerkleinerungs-, Mahl- und Flotationskreisläufe
  • Erreichen stabiler Durchsatzraten
  • Hochlauf zur Bedienung bestehender Abnahmeverträge
  • Übergang zur kommerziellen Produktion im ersten Halbjahr 2026

Rückenwind kommt von der Preisentwicklung: Der Wolfram-Spotpreis ist laut Daten des Shanghai Metals Market (APT Europa, CIF Rotterdam) von etwa 270–330 US-Dollar je MTU in der Planungsphase 2020–2023 auf rund 850 US-Dollar je MTU im Dezember 2025 gestiegen. Auslöser waren chinesische Exportkontrollen seit Februar 2025, niedrigere Förderquoten sowie eine starke Nachfrage aus Verteidigungs- und Photovoltaiksektor. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit des Projekts deutlich.

Ausblick: Zahlen im Mai, Integrationspläne in Korea

Der nächste konkrete Katalysator sind die Quartalszahlen für Q1 2026 im Mai. Dann legt Almonty erstmals belastbare Produktionsdaten aus der Hochlaufphase in Sangdong vor.

Strategisch verfolgt das Unternehmen mit der sogenannten „Korean Trinity“ den Aufbau einer integrierten Wertschöpfungskette: Der Wolframabbau in Sangdong soll mit einer geplanten Wolframoxid-Aufbereitungsanlage und der Entwicklung der Molybdän-Ressource am Standort verknüpft werden.

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