Die Allianz hat Künstliche Intelligenz als eines der größten globalen Geschäftsrisiken für Unternehmen identifiziert. Im aktuellen Risikobarometer des Unternehmensversicherers Allianz Commercial ist KI vom zehnten auf den zweiten Platz hinter Cyberkriminalität katapultiert. Die Analyse basiert auf einer Befragung von 3.338 Fachleuten aus 97 Ländern im Herbst 2024.

Die rasante Entwicklung überrascht. Während KI in Deutschland auf Platz vier landete, sehen österreichische Unternehmen die Technologie bereits als Hauptrisiko. In der Schweiz nimmt sie Rang zwei ein. Michael Furtscheller, regionaler Geschäftsleiter für Deutschland und die Schweiz, spricht von einem "vielleicht auch Fluch und Segen".

Wie Kriminelle KI missbrauchen

Cybertäter nutzen Künstliche Intelligenz zunehmend für perfektionierte Social-Engineering-Angriffe. Sie posieren als Führungskräfte und täuschen deren Untergebene mit maßgeschneiderten E-Mails, gefälschten Videos und geklonten Stimmen. Michael Daum, Leiter der Cyberschaden-Bearbeitung bei Allianz, betont: "Die große Mehrzahl der Angriffe erfordert nach wie vor das Zutun eines Menschen - in der Regel eines Mitarbeiters."

Die Top drei der Geschäftsrisiken hängen direkt zusammen. Auf Platz drei stehen Betriebsunterbrechungen, häufig ausgelöst durch Online-Erpressung. Hacker lähmen dabei Rechnersysteme per Verschlüsselung und fordern hohe Summen für die Entschlüsselung.

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Die unterschätzte Gefahr von innen

Doch nicht nur Attacken von außen bereiten Sorgen. Alexandra Braun, Managerin bei Allianz Commercial, warnt vor der legalen Verwendung von KI durch Mitarbeiter und Führungskräfte: "Die KI arbeitet mit einem gewissen Grad an Autonomie und deswegen können die Ergebnisse falsch oder frei erfunden sein."

Falsche oder diskriminierende KI-Ergebnisse können zu Rechtsstreitigkeiten, negativer Presseberichterstattung und Imageverlust führen. Hinzu kommen Urheberrechtsverletzungen, wenn die Software geschützte Informationen verwendet oder abschreibt. Unternehmen treffen möglicherweise strategische Fehlentscheidungen auf Basis fehlerhafter KI-generierter Daten.

Das zweischneidige Schwert

Trotz aller Risiken sieht eine Mehrheit der befragten Unternehmen KI als Chance, insbesondere für die automatisierte Abwehr von Cyberattacken. Die Technologie entwickelt sich zum zweischneidigen Schwert: hilfreich und gefährlich zugleich.

Die weiteren Top-Ten-Risiken reichen von Gesetzgebung und Regulierung über Naturkatastrophen und Klimawandel bis zu politischer Instabilität, volkswirtschaftlichen Entwicklungen durch Inflation sowie Feuer und Explosionen. Auf Platz zehn landet die Ungewissheit über Marktentwicklungen durch neue Wettbewerber oder Firmenübernahmen.

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