Alibaba baut sein Imperium jenseits des klassischen Online-Handels massiv aus. Mit einer Milliarden-Fusion der Logistik-Tochter Cainiao und der forcierten Entwicklung neuer KI-Modelle setzt der chinesische Tech-Gigant auf technologische Dominanz. Während die Aktie auf Jahressicht noch im Minus liegt, stellt sich die Frage: Können diese strategischen Schritte das Wachstum nachhaltig beschleunigen?

Neuer Super-Carrier für autonome Logistik

Im Zentrum der aktuellen Nachrichtenlage steht ein bedeutender Deal der Alibaba-Logistiksparte Cainiao. Wie Ende Januar bekannt wurde, fusioniert Cainiao seine Abteilung für autonomes Fahren mit dem chinesischen Robovan-Entwickler Zelostech. Das Geschäft wird mit rund zwei Milliarden US-Dollar bewertet.

Ziel der Vereinbarung ist die Schaffung eines riesigen Netzwerks für unbemannte Frachttransporte. Das kombinierte Unternehmen plant den Betrieb von mehr als 20.000 robotischen Lieferfahrzeugen unter der Marke Cainiao Robovan. Zelostech betonte in einer Stellungnahme, dass Cainiao zwar Kapital und Geschäftsbereiche einbringt, aber nicht zum kontrollierenden Mehrheitsaktionär wird. Stattdessen streben beide Parteien eine tiefe strategische Integration an, um speziell im Bereich der Expresslieferungen und Konsumgüterdistribution effizienter zu werden.

Politische Rückendeckung und KI-Wettlauf

Der Vorstoß in die Automatisierung fällt zeitlich mit einer neuen Initiative der chinesischen Regierung zusammen. Peking hat einen Aktionsplan für "KI+ Fertigung" angekündigt, der die Integration von künstlicher Intelligenz, humanoiden Robotern und Quantentechnologie in der Industrie beschleunigen soll. Für Tech-Konzerne wie Alibaba schafft dies ein förderliches politisches Umfeld.

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Alibaba nutzt dieses Momentum und verschärft den Wettbewerb mit US-Rivalen wie OpenAI und Google. Mit "Qwen3-Max-Thinking" stellte der Konzern kürzlich ein neues generatives KI-Modell vor, das laut eigenen Angaben bei komplexen Benchmark-Tests ("Humanity's Last Exam") führende amerikanische Modelle übertrifft. Die zugehörige Qwen-App verzeichnet bereits über 100 Millionen monatlich aktive Nutzer, was die Relevanz der Technologie für das Ökosystem des Konzerns unterstreicht.

Blick auf die Zahlen

An der Börse spiegelt sich die technologische Neuausrichtung bisher nur bedingt wider. Die Aktie notiert aktuell bei rund 144,80 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von gut 7 Prozent.

Ob die hohen Investitionen in Logistik und KI die Bilanz belasten oder bereits erste Erträge liefern, wird sich in wenigen Wochen zeigen. Alibaba plant die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 voraussichtlich für den 18. oder 19. Februar. Besonderes Augenmerk dürfte dabei auf der Umsatzentwicklung liegen, nachdem im Vorquartal Erlöse von 247,8 Milliarden Yuan gemeldet wurden.

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