Der Prothesenhersteller Ottobock hat heute seine vorläufigen Zahlen für 2025 vorgelegt – und die haben es in sich. Zwar reagierte die erst seit 2024 börsennotierte SDAX-Aktie nach anfänglichen Kursgewinnen von bis zu fünf Prozent mit einem Rücksetzer ins Minus. Doch ein Blick auf die Details zeigt: Hier läuft operativ einiges richtig.

Kerngeschäft wächst zweistellig

Im vergangenen Jahr steigerte Ottobock den Konzernumsatz um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Entscheidender ist jedoch das Kerngeschäft: Hier legte der Umsatz um satte 11,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu, organisch waren es immer noch beachtliche 10,6 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das B2B-Segment mit einem Plus von 14,5 Prozent (organisch 15,2 Prozent), während der B2C-Bereich um 8,3 Prozent zulegte.

Das vierte Quartal bestätigte den Trend: Die Kernerlöse stiegen um 6,9 Prozent auf 441,9 Millionen Euro. Das lag zwar knapp unter den Analystenschätzungen von 446,6 Millionen Euro. Doch was die Rentabilität angeht, übertraf Ottobock die Erwartungen deutlich.

Profitabilität auf neuem Niveau

Das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft kletterte 2025 auf 415,3 Millionen Euro – die Marge verbesserte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 26,0 Prozent. CEO Oliver Jakobi spricht von einem "Profitabilitätssprung". Im vierten Quartal fiel der Effekt noch deutlicher aus: Das bereinigte EBITDA schoss um 29,7 Prozent auf 134,2 Millionen Euro nach oben, rund fünf Prozent über den Analystenschätzungen. Die Quartalsmarge erreichte starke 30,3 Prozent nach 25,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.

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Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die Produktoffensive, neue Erstattungsmodelle und der Ausbau der direkten Patientenversorgung. Offenbar greifen die Skaleneffekte im Geschäftsmodell zunehmend.

Cashflow und Schuldenabbau überzeugen

Der freie Cashflow legte 2025 um 23,7 Prozent auf 228 Millionen Euro zu. Das ermöglichte einen deutlichen Schuldenabbau: Die Verschuldungsquote sank von 3,5 auf 2,3. Für einen erst kürzlich an die Börse gegangenen Wert eine bemerkenswerte Entwicklung.

Für 2026 bestätigte Ottobock die Prognose: Das Kerngeschäft soll um 5,0 bis 8,0 Prozent wachsen, die bereinigte EBITDA-Marge über 26,5 Prozent liegen. Die mittelfristigen Ziele bis 2029 bleiben ebenfalls unverändert – organisches Wachstum von 7,0 bis 9,0 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von 29,0 bis 30,0 Prozent. Das Management bezeichnet den Ausblick als konservativ und betont, dass mögliche Übernahmen noch nicht eingepreist sind.

Warum die Aktie trotz der starken Zahlen heute nachgibt? Vermutlich hatten Anleger nach dem jüngsten Kursanstieg Gewinne mitgenommen. Die fundamentale Story jedenfalls stimmt.

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