Alibaba legt am 19. März die Bücher offen – und die Anleger warten vor allem auf eines: Zahlen zum Cloud-Geschäft und zur milliardenschweren KI-Offensive. Nach starkem Wachstum im Vorquartal und der Ankündigung, über 50 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren, stellt sich die Frage, ob der Konzern die Balance zwischen Expansion und Profitabilität halten kann.

Cloud und KI im Fokus

Das entscheidende Segment für die kommenden Zahlen ist die Cloud-Sparte. Im Vorquartal – dem Zeitraum bis Ende September 2025 – legte der Bereich Cloud Intelligence um 34 Prozent zu. Gleichzeitig verzeichnete Alibaba zum neunten Mal in Folge ein dreistelliges Umsatzwachstum bei KI-bezogenen Produkten. Der Gesamtumsatz stieg währenddessen um 15 Prozent auf 34,8 Milliarden Dollar.

Der Haken: Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITA) brach um 78 Prozent ein. Verantwortlich dafür sind vor allem die gestiegenen Investitionen in künstliche Intelligenz und anhaltende Verluste im Instant-Commerce-Geschäft. Analysten rechnen für das Dezemberquartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,68 Dollar – deutlich unter den 3,09 Dollar des Vorjahres.

50 Milliarden Dollar für KI

Alibaba hat kürzlich angekündigt, in den kommenden drei Jahren mehr als 50 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren. Diese Summe unterstreicht den strategischen Schwenk: Weg vom reinen E-Commerce-Riesen, hin zu einer breiter aufgestellten Technologie- und KI-Plattform.

Die Investitionen zeigen bereits Wirkung. Das Cloud-Geschäft profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Doch die hohen Ausgaben belasten kurzfristig die Margen – ein Spannungsfeld, das Alibaba in den kommenden Quartalen auflösen muss.

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Erwartungen und Bewertung

Für das Dezemberquartal rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 42 Milliarden Dollar, was einem Plus von acht Prozent entspräche. Die Wall Street bleibt trotz der Herausforderungen optimistisch: Von neun aktuellen Einschätzungen lauten acht auf "Kaufen", eine auf "Halten".

Die schwache Konsumnachfrage in China und das schleppende Wirtschaftswachstum dämpfen allerdings die Erwartungen an das Kerngeschäft. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die Alibaba angesichts des KI-Potenzials und der Cloud-Dynamik als unterbewertet einstufen.

Entscheidender Termin steht fest

Am 19. März vor Börseneröffnung in den USA wird Alibaba die Zahlen vorlegen. Um 7:30 Uhr Ostküstenzeit folgt die Telefonkonferenz mit dem Management. Ob das Unternehmen die Cloud-Dynamik des Vorquartals bestätigen und die Sorgen um die Profitabilität zerstreuen kann, dürfte die Kursrichtung der kommenden Wochen prägen.

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