Aixtron Aktie: KI-Favorit 2026
Bank of America legt sich fest: Der Halbleiter-Ausrüster aus Herzogenrath soll 2026 zu den spannendsten Small- und Mid Caps im europäischen Tech-Sektor gehören. Die US-Großbank sieht Aixtron als „nächstes KI-Power-Play“ – und stützt sich dabei vor allem auf die starke Position in Schlüsseltechnologien für Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Kann der Titel dieses Vertrauen rechtfertigen?
Wall-Street-Rückenwind für Aixtron
Bank of America führt die Aktie in ihrer Favoritenliste für 2026 und bestätigt das „Buy“-Rating sowie das Kursziel von 25,10 Euro. Vom aktuellen Niveau um 20,67 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent.
Im Fokus der Analyse steht die Rolle von Aixtron als Anbieter von Epitaxie-Depositionsanlagen, also hochpräzisen Beschichtungsanlagen für Halbleiterwafer. Diese Systeme sind für mehrere KI-relevante Endmärkte zentral:
- Galliumnitrid (GaN) für Leistungselektronik in Rechenzentren
- Optoelektronik für Datenübertragung in Serverfarmen
- Silizium-Photonik für Hochgeschwindigkeits-Verbindungen
Die Bank positioniert Aixtron damit klar als Profiteur des anhaltenden Ausbaus von KI-Rechenleistung.
Optoelektronik: Rechenzentren als Wachstumskern
Besonders die Optoelektronik entwickelt sich laut Bank of America zur tragenden Säule. Im dritten Quartal 2025 stammten rund zwei Drittel der Optoelektronik-Umsätze aus Anwendungen im Rechenzentrum.
Der starke Ausbau von Silizium-Photonik-Infrastruktur für KI-Anwendungen treibt die Nachfrage. Für das vierte Quartal erwarten die Analysten ein weiterhin robustes Umfeld und sehen das positive Momentum bis 2026 anhalten. Hintergrund: Je mehr KI-Workloads in die Rechenzentren wandern, desto wichtiger werden schnelle, effiziente optische Verbindungen zwischen Servern und Racks – ein Feld, in dem Aixtrons Anlagen zum Einsatz kommen.
GaN: Nächste Wachstumswelle ab 2027
Besonders optimistisch zeigt sich Bank of America beim GaN-Geschäft. Für 2027 prognostizieren die Analysten einen Umsatzanstieg im GaN-Segment von 44 Prozent. Der zentrale Treiber ist der erwartete Wechsel auf 800V-Hochspannungsarchitekturen in Rechenzentren.
Mit der geplanten Rubin-Ultra-Generation von NVIDIA steigt der Bedarf an effizienteren Stromversorgungslösungen innerhalb der Server-Racks deutlich. Galliumnitrid-basierte Leistungselektronik kann hier klassische Siliziumlösungen in Effizienz und Schaltgeschwindigkeit übertreffen – und benötigt entsprechende Epitaxie-Anlagen.
Wichtige Fakten aus der Bank-of-America-Analyse:
- Kursziel: 25,10 Euro (Rating: „Buy“)
- Fokussegmente: GaN, Optoelektronik, Silizium-Photonik
- Erwarteter GaN-Umsatzanstieg 2027: +44 %
- Geschätzter Marktanteil bei GaN-Epitaxie-Anlagen: ca. 90 %
Die Analysten betonen, dass Aixtron im GaN-Bereich aktuell rund 90 Prozent Marktanteil hält. Angesichts hoher technologischer Eintrittsbarrieren in der hochpräzisen Depositionstechnik rechnen sie damit, dass diese starke Position mittelfristig bestehen bleibt.
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Kursentwicklung und Bewertung
An der Börse spiegelt sich der Optimismus bereits wider. Die Aktie notiert aktuell bei 20,67 Euro und damit auf ihrem 52-Wochen-Hoch. Gegenüber dem Tief von 9,13 Euro im April 2025 entspricht dies einem Anstieg von mehr als 120 Prozent.
Bemerkenswert ist dabei vor allem die Dynamik der vergangenen Wochen: Über die letzten 30 Tage legte der Kurs um gut 17 Prozent zu, innerhalb von zwölf Monaten beträgt das Plus rund 38 Prozent. Die Aktie handelt damit deutlich über den gleitenden Durchschnitten, was das starke Trendbild unterstreicht:
- Aktueller Kurs: 20,67 Euro
- 50-Tage-Durchschnitt: 17,76 Euro
- 200-Tage-Durchschnitt: 14,59 Euro
Die starke Performance geht mit einer hohen Volatilität einher: Auf 30-Tage-Basis liegt diese annualisiert bei knapp 91 Prozent. Das zeigt, dass der Titel trotz des Aufwärtstrends schwankungsanfällig bleibt.
Fundament und Risiken
Fundamental sieht Bank of America Aixtron gut aufgestellt. Zwar musste das Unternehmen im Oktober 2025 seine Jahresprognose an ein schwierigeres Marktumfeld und negative Währungseffekte anpassen, der Free Cashflow im dritten Quartal fiel jedoch stark aus. Das deutet auf operative Stabilität trotz Gegenwinds hin.
Auf Basis der vorliegenden Kennzahlen begründet die Bank die relativ hohe Bewertung und eine Premium-Einstufung im europäischen Halbleiter-Equipment-Sektor damit, dass:
- das EBITDA-Wachstum mittelfristig über dem Wettbewerbsdurchschnitt liegen dürfte
- Aixtron in strukturell wachsenden Nischen (GaN, Opto, Silizium-Photonik) positioniert ist
- der technologische Vorsprung, insbesondere im GaN-Segment, schwer einzuholen ist
Gleichzeitig machen die jüngsten Prognoseanpassungen deutlich, dass das Geschäft nicht immun gegen Zyklen im Halbleitermarkt und Währungsschwankungen ist.
Fazit: Klare KI-Story mit Zeitachse
Bank of America zeichnet für Aixtron eine relativ klare Story: kurzfristig stützt das Optoelektronik-Geschäft im Rechenzentrum die Entwicklung, mittelfristig soll ab 2027 GaN eine zusätzliche Wachstumswelle bringen. Das aktuelle Kursziel von 25,10 Euro spiegelt diese zweistufige Perspektive wider und liegt deutlich über dem heutigen Kurs.
Für die weitere Entwicklung werden vor allem zwei Punkte entscheidend: ob das starke Momentum im Rechenzentrumsbereich 2026 anhält und ob sich der prognostizierte Nachfrageanstieg im GaN-Segment mit dem Übergang zu 800V-Architekturen tatsächlich in den Auftragsbüchern niederschlägt. Stimmen diese Annahmen, ist die Einstufung als KI-Favorit 2026 aus Sicht von Bank of America nachvollziehbar.
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