Airbus Aktie: Problemfall erkannt!
Der weltgrößte Flugzeugleasinggeber AerCap hat diese Woche ein starkes Signal an den europäischen Flugzeugbauer gesendet. Mit einer Bestellung von 100 Maschinen der A320neo-Familie zementiert das Unternehmen die anhaltend hohe Nachfrage nach den Kassenschlagern. Gleichzeitig kämpft der Konzern im operativen Geschäft mit einem hartnäckigen Problem: Die vollen Auftragsbücher lassen sich derzeit nur schleppend in fertige Flugzeuge umwandeln.
Am Mittwoch unterzeichnete AerCap einen festen Vertrag über 23 A320neo und 77 A321neo. Die Auslieferungen für diesen Deal sollen zwischen 2028 und 2034 erfolgen. Auch im Frachtsegment sammelt der Hersteller Punkte. Kürzlich sicherte sich Atlas Air Worldwide 20 A350F-Frachter inklusive Optionen für 20 weitere Einheiten. Damit wächst der ohnehin gewaltige Auftragsbestand auf 8.770 Verkehrsflugzeuge an. Rein rechnerisch lastet dieser Berg die Produktion für die nächsten zehn Jahre aus.
Triebwerksmangel bremst das Tempo
Trotz der starken Nachfrage hinkt das Auslieferungstempo hinterher. In den ersten beiden Monaten des Jahres übergab das Unternehmen lediglich 54 Maschinen an Kunden. Das entspricht einem Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr und macht nur gut sechs Prozent des Jahresziels von 870 Flugzeugen aus.
Als Hauptursache für den Stau gilt weiterhin der Mangel an Triebwerken. Lieferengpässe beim Zulieferer Pratt & Whitney zwingen das Management dazu, den geplanten Produktionshochlauf für die A320neo-Familie zu drosseln. Die Zielmarke von 75 monatlich gefertigten Jets wird nun erst für Ende 2027 angepeilt. Analysten von Barclays gehen aufgrund des schwachen Jahresstarts davon aus, dass sich die Auslieferungen erneut stark auf die zweite Jahreshälfte konzentrieren werden.
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Jahresziele bleiben bestehen
Ungeachtet des holprigen Jahresstarts hält das Management an seiner Prognose für 2026 fest. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) soll bei rund 7,5 Milliarden Euro liegen. An der Börse spiegelt sich die operative Diskrepanz zwischen Auftragseingang und Auslieferungen deutlich wider. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Titel einen Rückgang von 17,55 Prozent und schloss am Freitag bei 40,40 Euro. Mit einem RSI-Wert (14 Tage) von 10,9 gilt das Papier technisch als stark überverkauft.
Aktionäre blicken nun auf zwei konkrete Termine im April. Am 14. April 2026 stimmt die Hauptversammlung in Amsterdam über die vorgeschlagene Dividende von 3,20 Euro je Aktie ab. Zwei Wochen später, am 28. April, präsentiert das Unternehmen seinen Bericht zum ersten Quartal und liefert frische Daten zur aktuellen Auslieferungsdynamik.
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