Rheinmetall baut sein europäisches Netzwerk weiter aus — und bekommt gleichzeitig von der Bank of America einen Dämpfer. Beide Nachrichten treffen heute aufeinander und zeichnen ein gemischtes Bild.

Joint Venture soll Milliarden in Spanien holen

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern unterzeichnete heute eine Absichtserklärung mit dem spanischen Technologiekonzern Indra. Gemeinsam wollen beide Unternehmen noch in diesem Jahr ein Joint Venture gründen, das sich gezielt um Aufträge der spanischen Armee bewirbt. Auf dem Tisch liegen Ausschreibungen für bis zu 3.000 Militär-Lastwagen, mehrere Hundert gepanzerte taktische Fahrzeuge — und perspektivisch auch der Bau von Panzern.

CEO Armin Papperger beziffert das potenzielle Geschäftsvolumen auf „einige Milliarden Euro". Das Gemeinschaftsunternehmen soll in Spanien produzieren und dort 500 bis 700 neue Stellen schaffen. Indra, 2025 mit einem Umsatz von 5,5 Milliarden Euro, bringt vor allem Verteidigungselektronik in die Partnerschaft ein.

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Bank of America senkt Kursziel deutlich

Trotz der Neuigkeit aus Madrid passte BofA-Analyst Benjamin Heelan sein Kursziel für die Aktie von 2.220 Euro auf 1.830 Euro nach unten an — ein Rückgang von rund 18 Prozent. Die Kaufempfehlung bleibt bestehen. Heelan begründet die Neubewertung mit einer sektorweiten Anpassung nach dem iranischen Raketenangriff auf den US-Stützpunkt Diego Garcia, der den Bedarf an Luftverteidigungssystemen unterstreiche. Kurzfristig sieht er neben Rheinmetall auch BAE Systems, Thales und Hensoldt als Profiteure.

Am Markt zeigt die Aktie heute entsprechend Schwäche. Mit einem Minus von rund 2,6 Prozent auf 1.450 Euro liegt sie deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 1.711 Euro — und gut 27 Prozent unter dem Allzeithoch von 1.995 Euro, das erst Ende September 2025 markiert wurde.

Pilotprojekt am Flughafen Düsseldorf

Abseits des Kerngeschäfts testet Rheinmetall-Tochter MIRA ab Mai 2026 teleoperierte Elektrobusse am Flughafen Düsseldorf. Zwei Passagiershuttles fahren auf einer 2,5 Kilometer langen Strecke — gesteuert per Mobilfunk von einem entfernten Fahrer, zunächst noch mit Sicherheitsbegleitung an Bord. Ein Ende 2025 angepasstes Regelwerk eröffnet langfristig den Betrieb ganz ohne Personal im Fahrzeug.

Der nächste Gradmesser für die Aktie ist der Quartalsbericht am 7. Mai 2026. Bis dahin dürfte der Markt vor allem beobachten, ob das Spanien-Vorhaben konkrete Formen annimmt — und ob das neue BofA-Kursziel von 1.830 Euro als Orientierungsmarke trägt.

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