Adobe durchlebt derzeit eine veritable Vertrauenskrise, die den Aktienkurs auf den tiefsten Stand seit November 2022 drückt. Eine Welle von Analysten-Herabstufungen und wachsende Zweifel an der KI-Strategie belasten das Papier schwer. Während die Konkurrenz aufholt, stellt sich an der Wall Street die Frage: Kann der Software-Riese das Ruder noch herumreißen?

Analysten ziehen die Reißleine

Die ersten Wochen des Jahres 2026 verliefen für Adobe-Aktionäre enttäuschend. Mehrere große Investmentbanken haben ihre Bewertungen fast zeitgleich nach unten korrigiert. Goldman Sachs startete die Beobachtung direkt mit einer Verkaufsempfehlung und einem Kursziel von lediglich 290 US-Dollar. Auch Oppenheimer stufte die Aktie herab und begründete dies mit schwindendem Vertrauen in das Management. Jefferies und BMO Capital Markets folgten diesem Trend und strichen ihre Kursziele deutlich zusammen.

Der Tenor der Experten ist eindeutig: Das "Sentiment" hat sich gedreht. Analyst Rob Oliver von Baird fasste die Stimmung drastisch zusammen und merkte an, dass selbst vermeintlich günstige Software-Aktien noch eine ganze Weile günstig bleiben können, wenn die Moral der Anleger am Boden liegt.

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Das KI-Problem und neue Konkurrenz

Verantwortlich für den Pessimismus ist primär die Skepsis gegenüber der KI-Strategie. Zwar betont das Management, dass ein Drittel der jährlich wiederkehrenden Umsätze bereits durch KI beeinflusst sei, doch den Analysten fehlen die Beweise für ein dadurch beschleunigtes Wachstum. Der reine KI-Umsatz von rund 250 Millionen US-Dollar wirkt angesichts der Größe des Konzerns noch bescheiden.

Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck von zwei Seiten. Im Einsteiger-Segment bei Studenten und Freelancern gewinnt die Plattform Canva massiv an Boden. Zusätzlich attackiert Apple mit einer günstigen Suite an Kreativ-Apps das Premium-Segment. Die Sorge ist weniger ein sofortiger Verlust der Marktführerschaft im Unternehmensbereich, sondern eine zunehmende Fragmentierung im preissensiblen Massenmarkt.

Solide Zahlen, fehlende Fantasie

Trotz der düsteren Stimmung ist das operative Geschäft keineswegs eingebrochen. Im vierten Quartal übertraf Adobe mit einem Gewinn je Aktie von 5,50 US-Dollar die Erwartungen, und die operative Marge bleibt mit 46 Prozent beeindruckend stark. Auch die Bewertung hat sich deutlich abgekühlt: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 18,5 ist die Aktie so günstig bewertet wie seit Jahren nicht mehr.

Doch eine niedrige Bewertung allein reicht aktuell nicht als Kaufargument. Für eine nachhaltige Trendwende muss Adobe beweisen, dass die KI-Initiativen die Umsätze real antreiben. Der nächste entscheidende Termin ist die "Summit Conference" im April. Bis dahin dürfte die Aktie, die gestern bei 304,09 US-Dollar schloss, weiter unter genauer Beobachtung stehen.

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