Adobe wird zum Spielball institutioneller Investoren. Während die Aktie technisch angeschlagen bleibt und unter wichtigen Durchschnittslinien notiert, melden prominente Asset Manager wie Baillie Gifford substanzielle Neueinstiege. Gleichzeitig ziehen sich andere Häuser zurück. Was steckt hinter diesem Tauziehen um den Software-Konzern?

Baillie Gifford setzt auf Adobe

Die auffälligste Bewegung kommt von Baillie Gifford & Co., einem renommierten Growth-Investor. Das schottische Haus baute eine komplett neue Position von 50.514 Aktien im Wert von rund 17,82 Millionen Dollar auf. Ein klares Signal: Trotz der schwachen Kursentwicklung sieht der Manager langfristiges Potenzial.

Weitere institutionelle Käufer erhöhten ihre Bestände:

  • Commerzbank Aktiengesellschaft FI stockte um 25,4 Prozent auf 18.144 Aktien auf
  • Investment House LLC baute die Position um 7,1 Prozent auf 95.506 Aktien aus

Dem gegenüber stehen deutliche Reduktionen. Quilter Plc verringerte sein Engagement um massive 42,8 Prozent und verkaufte 12.670 Aktien. Y Intercept Hong Kong Ltd reduzierte die Position um 30 Prozent.

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Fundamentaldaten gegen technische Schwäche

Die Quartalsresultate von Adobe waren solide: Der Gewinn je Aktie lag mit 5,50 Dollar über den Erwartungen von 5,40 Dollar. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 10,5 Prozent auf 6,19 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognose von 6,11 Milliarden Dollar. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Adobe einen Gewinn je Aktie zwischen 23,30 und 23,50 Dollar an.

Dennoch kämpft die Aktie mit technischem Gegenwind. Der Kurs notiert deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von rund 331 Dollar und dem 200-Tage-Durchschnitt von etwa 344 Dollar. Mit einem RSI von 32,38 befindet sich das Papier im überverkauften Bereich. Die Diskrepanz zwischen zweistelligem Umsatzwachstum – getrieben von KI-Produkten wie Firefly – und der schwachen Kursentwicklung spiegelt die Skepsis des Marktes gegenüber Software-Bewertungen im aktuellen KI-fokussierten Umfeld wider.

Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial

Die Analystengemeinde bleibt überwiegend konstruktiv gestimmt. Der Konsens von 25 bis 34 Analysten lautet auf „Moderates Kaufen", mit durchschnittlichen Kurszielen zwischen 421 und 450 Dollar. Das impliziert ein erhebliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau. Der institutionelle Anteil am Streubesitz liegt bei 81,79 Prozent – ein Zeichen dafür, dass trotz Umschichtungen der Großteil des institutionellen Kapitals investiert bleibt.

Die entscheidende Frage ist nun, ob die neuen Großinvestoren wie Baillie Gifford einen Boden um die Marke von 300 Dollar etablieren können. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Adobe die Jahresziele bestätigen kann und ob die KI-Strategie die erhofften Früchte trägt.

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