Bitcoin: Geopolitik trifft Makro
Während globale Aktienmärkte unter dem Druck geopolitischer Spannungen schwächeln, hat Bitcoin in den vergangenen zwei Wochen rund 11% zugelegt. Die Kombination aus Nahost-Konflikt, US-Inflationsdaten und einer ungewöhnlichen Dynamik im Derivatemarkt hat den Kurs bis auf knapp 74.000 US-Dollar getrieben — ein Einmonatshoch.
Die Treiber hinter dem Anstieg
Auslöser des jüngsten Schubs war die Veröffentlichung der US-PCE-Inflationsdaten für Januar. Die Kerninflation lag mit 3,1% auf Jahresbasis über dem Gesamtwert von 2,8% — ein Hinweis, dass der Preisdruck noch nicht vollständig abgekühlt ist. Gleichzeitig sorgten Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent zu möglichen Maßnahmen gegen steigende Ölpreise für eine gewisse Marktstabilisierung.
Besonders auffällig: Im Derivatemarkt war die durchschnittliche Funding-Rate für Perpetual-Kontrakte 14 Tage in Folge negativ — die längste derartige Periode seit Dezember 2022. Das signalisierte eine ungewöhnlich hohe Konzentration an Short-Positionen. Als der Kurs anzog, lösten sich diese Positionen zwangsläufig auf. Innerhalb von 24 Stunden wurden laut Coinglass und K33 Research Positionen im Wert von 371 Millionen Dollar liquidiert, davon 300 Millionen auf der Short-Seite.
Kapitalrotation von Gold zu Bitcoin
Institutionelle Zuflüsse verstärken den Aufwärtstrend. Am 12. März verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs zum vierten Mal in Folge Nettozuflüsse — diesmal 53,87 Millionen Dollar. BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) führte mit 46,15 Millionen Dollar, was die kumulierten Nettozuflüsse des Produkts auf 62,92 Milliarden Dollar hebt.
JPMorgan beobachtet dabei eine sichtbare Rotation aus Gold in Bitcoin. Seit der Eskalation im Nahen Osten haben Gold-ETFs wie GLD Abflüsse von 2,7% ihrer verwalteten Vermögen verzeichnet. Bitcoin-ETFs hingegen zogen in den vergangenen zwei Wochen netto 1,47 Milliarden Dollar an — eine Trendwende nach fünf Wochen mit Abflüssen.
MicroStrategy hat zuletzt weitere 19.000 BTC erworben und hält damit insgesamt 738.731 BTC. Ergänzend dazu unterzeichneten SEC und CFTC am 11. März ein gemeinsames Memorandum zur Schaffung eines koordinierten Regulierungsrahmens für digitale Assets — ein Signal, das institutionellen Marktteilnehmern mehr Planungssicherheit gibt.
Trotz des Anstiegs notiert Bitcoin noch rund 43% unter seinem Allzeithoch von etwa 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025. Analyst Michaël van de Poppe sieht unmittelbaren Widerstand im Bereich zwischen 76.000 und 79.000 Dollar — eine Zone, die den nächsten Test für die laufende Erholung darstellt.
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