Adobe steht mit dem Rücken zur Wand. Am Freitag rutschte die Aktie des Software-Riesen auf ein neues Jahrestief, nachdem gleich mehrere renommierte Investmentbanken ihre Einschätzungen nach unten korrigierten. Die Analystenstimmung ist so pessimistisch wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr – und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

Downgrade-Welle erfasst Wall Street

Innerhalb von nur zwei Wochen haben fünf namhafte Banken ihre Einschätzung zu Adobe verschlechtert. Den Anfang machte Jefferies Financial Group am 5. Januar mit einer Herabstufung von "Buy" auf "Hold" und einem drastisch gesenkten Kursziel von 500 auf 400 Dollar. Es folgten BMO Capital Markets, Oppenheimer und schließlich Goldman Sachs, die mit einem "Sell"-Rating und einem Kursziel von nur 290 Dollar die bärischste Prognose abgaben.

Das Konsensurating steht inzwischen bei "Hold" – mit 12 neutralen, 11 positiven und 4 negativen Bewertungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 403 Dollar, was vom aktuellen Niveau aus noch Potenzial signalisiert. Doch die Dynamik spricht eine andere Sprache: Die Aktie notiert mittlerweile beim 12-fachen des Forward-Cashflows – ein Mehrjahrestief.

KI-Konkurrenz setzt Adobe unter Druck

Der Kern des Problems liegt in der wachsenden Bedrohung durch KI-native Wettbewerber. Goldman Sachs warnt, dass das Wachstum bei High-End-Nutzern ins Stocken gerät, während im unteren Marktsegment Anbieter wie Canva und OpenAIs Text-zu-Bild-Tools massiv Druck aufbauen. Oppenheimer-Analyst Brian Schwartz äußerte zudem ungewöhnlich deutliche Kritik am Management: Man habe "weniger Vertrauen in das Führungsteam als seit langem" und bemängelte die reduzierte Kommunikation mit der Wall Street.

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Adobe selbst betont, dass bereits ein Drittel des Geschäfts "KI-beeinflusst" sei und KI-bezogene Umsätze die 250-Millionen-Dollar-Marke überschritten hätten. Doch Analysten wollen Taten sehen: Solange sich das Umsatzwachstum nicht beschleunigt, bleiben sie skeptisch.

Starke Quartalszahlen verpuffen wirkungslos

Ironischerweise lieferte Adobe mit den Q4-Zahlen eine solide Performance ab. Mit 6,19 Milliarden Dollar Umsatz übertraf der Konzern die Erwartungen, der Gewinn je Aktie lag bei 5,50 Dollar und damit zehn Cent über der Konsensschätzung. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Adobe Umsätze zwischen 25,9 und 26,1 Milliarden Dollar an – ein Plus von rund 10 Prozent.

Doch die Zahlen konnten die negative Stimmung nicht drehen. Die Aktie verlor in den vergangenen drei Monaten etwa 9 Prozent, während der Tech-Sektor im gleichen Zeitraum um 4 Prozent zulegte.

Showdown im April

Entscheidend dürfte die Adobe Summit Conference im April werden. Dort will das Unternehmen seine KI-Strategie konkretisieren und Fortschritte präsentieren. Allerdings plant Konkurrent Canva zeitgleich eine eigene Analystenveranstaltung – ein direktes Duell um die Gunst der Investoren. Bis dahin gilt: Adobe muss greifbare Beweise für KI-getriebenes Wachstum liefern, sonst dürfte die Durststrecke anhalten.

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