Ein deutliches Downgrade von RBC Capital Markets hat Adidas zum Wochenschluss spürbar unter Druck gesetzt und den Start in die neue Handelswoche belastet. Die kanadische Investmentbank sieht die Erwartungen für 2026 als zu hoch an und kappte ihr Kursziel klar. Im Zusammenspiel mit einem Bruch wichtiger charttechnischer Marken gerät der DAX-Titel in eine heikle Phase.

RBC reduziert Kursziel deutlich

RBC Capital Markets hat die Einstufung für die Adidas-Aktie von „Outperform“ auf „Sector Perform“ gesenkt. Parallel dazu reduzierten die Analysten das Kursziel von 190 auf 160 Euro – ein Rückgang um rund 16 Prozent.

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Kern der Herabstufung ist eine vorsichtigere Sicht auf das mittelfristige Wachstum:

  • RBC erwartet für 2026 nur noch rund 7 Prozent organisches Umsatzwachstum
  • Das liegt etwa 4 Prozentpunkte unter den aktuellen Markterwartungen
  • Die EBIT-Marge wird unter den vom Markt erhofften 10 Prozent veranschlagt

Zwar dürften Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft zusätzliche Impulse bringen. Nach Einschätzung von RBC reicht dies jedoch nicht aus, um ein nachlassendes organisches Wachstum im Kerngeschäft vollständig zu kompensieren. Die Analysten sprechen von einer „Reifung des Markenzyklus“, die das Aufwärtspotenzial der Aktie begrenzen könnte.

Chartbild nach Kursrutsch unter Druck

Die Marktreaktion auf das Downgrade fiel deutlich aus. Am Freitag verlor der Titel rund 5,7 Prozent und schloss bei 143,75 Euro im Xetra-Handel. Damit hat sich das Bild aus charttechnischer Sicht eingetrübt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Bruch der 150-Euro-Marke: Mit dem Rutsch unter diese Zone wurde eine psychologisch und technisch wichtige Unterstützung verletzt.
  • Negatives Momentum: Der Rückgang bei erhöhtem Handelsvolumen deutet darauf hin, dass vor allem größere Adressen Positionen reduziert haben.
  • Anhaltender Druck: Zu Beginn der neuen Woche wirkt die Abstufung nach, die Stimmung bleibt vorsichtig.

Die Kombination aus gebrochenen Unterstützungen und verschlechterter Analysteneinschätzung verstärkt den Verkaufsdruck und begrenzt kurzfristig das Erholungspotenzial.

Fundamentale Erwartungen werden zurückgenommen

Auf fundamentaler Seite rücken die Abweichungen zwischen RBC-Prognosen und Marktkonsens in den Mittelpunkt. Während der Markt bislang mit einem deutlich dynamischeren Wachstum ab 2026 rechnete, kalkuliert RBC konservativer – sowohl beim organischen Umsatzwachstum als auch bei der Margenentwicklung.

Damit verliert der Kurstreiber „hohe mittelfristige Wachstumsfantasie“ an Kraft. Der Titel hatte zuvor von optimistischen Annahmen über Umsatz- und Ergebnisdynamik profitiert; sinkende Kursziele und eine vorsichtigere Sicht auf die Profitabilität nehmen dieser Entwicklung deutlich Tempo.

Fazit: Belastende Kombination aus Bewertung und Technik

Adidas befindet sich derzeit in einer Phase wachsender Skepsis. Das Downgrade von RBC mit reduziertem Kursziel und schwächeren Annahmen für Wachstum und Marge trifft auf ein angeschlagenes Chartbild unterhalb der 150-Euro-Marke. Solange der Kurs diese Schwelle nicht überzeugend zurückgewinnt und kommende Quartalszahlen keine klaren Gegenargumente zu den RBC-Bedenken liefern, bleibt das Risiko weiterer Rücksetzer erhöht.

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