Am 26. März legt Deutz den Jahresbericht 2025 vor — und damit die erste vollständige Datengrundlage für den laufenden Konzernumbau. Nur drei Tage zuvor kehrt der Kölner Motorenhersteller in den MDAX zurück. Selten lagen Erwartung und Überprüfung so nah beieinander.

Im Mittelpunkt steht das Effizienzprogramm „Future Fit". Es zielt auf dauerhafte Kosteneinsparungen von 50 Millionen Euro jährlich bis Ende 2026 — realisiert unter anderem durch Stellenabbau in Köln, vor allem in Forschung, Vertrieb und Supply Chain. Rund 180 Mitarbeiter verließen das Unternehmen bis Ende September 2025 über ein freiwilliges Abgangsprogramm.

Die Zwischenzahlen klingen vielversprechend: In den ersten neun Monaten 2025 stieg der Umsatz um 14,9 Prozent, der Auftragseingang kletterte auf 1,5 Milliarden Euro. Im dritten Quartal gelang die Rückkehr in die Gewinnzone mit 12,1 Millionen Euro — nach einem Verlust von 2,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Kerngeschäft schwächelt, neue Segmente wachsen

Das traditionelle Verbrennungsmotorensegment bleibt eine Bremse. Aufträge brachen im dritten Quartal um mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, zurückzuführen auf schwache Nachfrage aus Bau- und Landmaschinenmärkten.

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Genau dort setzt die neue Fünf-Divisionen-Struktur an. Das Energy-Segment wuchs im ersten Halbjahr 2025 von 8,8 auf 79,3 Millionen Euro Umsatz — maßgeblich getrieben durch die Übernahme von Frerk Aggregatebau, einem Spezialisten für Notstromsysteme für Rechenzentren. Langfristiges Ziel für das Segment: 500 Millionen Euro Jahresumsatz bis 2030.

Die Defense-Sparte arbeitet an einem 800-Kilowatt-Powerpack für militärische Schwerlastfahrzeuge, das im Juni auf der Eurosatory-Messe in Paris vorgestellt werden soll. Ende Februar kündigte Deutz zudem eine Kooperation mit TYTAN Technologies zur Entwicklung von Antriebslösungen für Drohnenabwehrsysteme an. Strategisches Ziel: Defense soll zehn Prozent eines angestrebten Konzernumsatzes von vier Milliarden Euro beisteuern.

Institutionelle Investoren signalisieren Vertrauen

BlackRock und Goldman Sachs erhöhten ihre Stimmrechtsanteile im Februar auf 3,07 beziehungsweise 4,14 Prozent. CEO Sebastian C. Schulte und CFO Oliver Neu kauften persönlich Aktien. Analysten von Warburg Research sehen nach Managementgesprächen erste Anzeichen, dass der Tiefpunkt bei den Neuaufträgen überwunden sein könnte.

Mittelfristig peilt Deutz eine EBIT-Marge von 8 bis 9 Prozent bei einem Umsatz von 3,2 bis 3,4 Milliarden Euro bis 2028 an — ausgehend von einer bereinigten EBIT-Marge von zuletzt 5,0 Prozent. Der Jahresbericht am 26. März wird mit Segmentmargen, Free Cashflow und der Guidance der neuen Divisionen zeigen, wie belastbar dieser Pfad tatsächlich ist.

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