Spekulationen beim Erzrivalen sorgen plötzlich für Bewegung in Herzogenaurach. Während die Adidas-Aktie monatelang fast nur den Weg nach unten kannte, keimt nun neue Hoffnung auf. Ist das der lang ersehnte Befreiungsschlag für den gebeutelten Sportartikelriesen oder nur ein kurzes Strohfeuer, ausgelöst durch den sogenannten "Puma-Hammer"?

Übernahmekrimi stützt den Sektor

Zum Ausklang der Handelswoche richteten sich alle Augen auf den direkten Konkurrenten Puma. Marktgerüchte über eine mögliche Übernahme heizten die Stimmung im gesamten Sportartikelsektor massiv an. Die Logik der Händler ist simpel: Wenn Wettbewerber plötzlich als unterbewertete Übernahmeziele gelten, findet oft eine Neubewertung der gesamten Branche statt.

Adidas konnte sich dieser "Sympathie-Welle" nicht entziehen. Investoren wägen ab, ob auch beim Marktführer die Abstrafung der letzten Monate überzogen war. Diese externe Fantasie war bitter nötig, denn aus eigener Kraft fehlten dem Titel zuletzt die Argumente für einen Anstieg.

Tanz auf der Rasierklinge

Doch Anleger sollten sich von der leichten Erholung zum Wochenende nicht blenden lassen. Ein Blick auf die harten Fakten zeigt, wie ernst die Lage weiterhin ist:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?

  • Dramatischer Verlust: Seit Jahresanfang haben Anleger ein Minus von fast 32 Prozent im Depot.
  • Weiter Weg zurück: Das 52-Wochen-Hoch von 261 Euro liegt mittlerweile über 38 Prozent entfernt.
  • Wichtige Unterstützung: Der Kampf findet nahe dem Jahrestief statt – ein Bruch der 150-Euro-Marke wäre fatal.

Der Schlusskurs von 160,70 Euro am Freitag markiert zwar eine Stabilisierung, ändert aber nichts am übergeordneten Abwärtstrend. Technisch betrachtet kämpft die Aktie weiterhin ums Überleben. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt bei 173,05 Euro verdeutlicht, dass die Bullen noch viel Arbeit vor sich haben, um überhaupt wieder in neutrales Fahrwasser zu gelangen.

Völlige Fehlbewertung?

Besonders spannend ist derzeit die Diskrepanz zwischen der Marktstimmung und der Einschätzung der Profis. Während die Aktie in der Nähe ihres Jahrestiefs herumdümpelt, halten viele Analysten an deutlich höheren Kurszielen fest.

Experten sehen den fairen Wert oft weit jenseits der 200-Euro-Marke und attestieren dem Unternehmen solide Fundamentaldaten. Doch das Marktsentiment dominiert aktuell die Vernunft: Makroökonomische Sorgen und die allgemeine Sektorschwäche wiegen schwerer als potenzielle Unterbewertungen.

Die Gerüchte um Puma haben Adidas eine dringend benötigte Atempause verschafft. Ob daraus eine nachhaltige Bodenbildung wird, hängt jedoch davon ab, ob die Käufer in der neuen Woche genug Kraft aufbringen, um die Aktie dynamisch aus der Gefahrenzone zu heben. Bleiben weitere Impulse aus, könnten die Bären schnell wieder das Ruder übernehmen.

Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:

Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...