Ist die große Erholungsstory bereits am Ende? Die Bank of America (BofA) sorgt für Unruhe und hat den Sportartikelhersteller in einem seltenen Schritt gleich um zwei Stufen von „Buy“ auf „Underperform“ herabgestuft. Während die Mehrheit der Marktbeobachter noch optimistisch bleibt, warnen die Analysten vor sinkenden Margen und erstarkender Konkurrenz.

Hier sind die wichtigsten Eckdaten zur aktuellen Lage:

  • Neues Kursziel: Radikaler Schnitt auf 160 Euro (zuvor 213 Euro)
  • Aktueller Kurs: 162,55 Euro
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -37,72 Prozent
  • Marktstimmung: BofA stellt sich gegen 84 Prozent der Analysten (Konsens: Buy)

Wachstumsprognose gekappt

Das Analystenteam um Thierry Cota begründet die drastische Maßnahme damit, dass der Turnaround vollständig eingepreist sei. Die bisherigen Rückenwind-Faktoren – wie ein schwacher Dollar, niedrige Frachtkosten und reduzierte Rabattaktionen – laufen nach Einschätzung der Experten aus.

Die Bank of America sieht das Unternehmen nun in eine Phase deutlich schwächeren Wachstums eintreten. Für das organische Wachstum werden nur noch einstellige Raten erwartet, während die Prognosen zuvor bei sieben bis acht Prozent lagen. Auch die Gewinnerwartungen für 2027 wurden um sieben Prozent nach unten korrigiert. Mit einem aktuellen Kurs von 162,55 Euro nähert sich die Aktie bereits bedrohlich dem neuen, pessimistischen Kursziel von 160 Euro an.

Konkurrenzdruck wächst

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Neben den internen Faktoren verweist die Analyse auf ein schwierigeres Marktumfeld. Der langjährige Trend zur „Casualisierung“ – also Sportkleidung im Alltag – sei weitgehend abgeschlossen. Gleichzeitig formieren sich die Wettbewerber neu:

  • Nike: Der Erzrivale arbeitet intensiv an seinem eigenen Turnaround.
  • On und Asics: Diese Marken zeigen nachhaltiges Wachstum und ziehen Investorenkapital an.
  • Puma: Könnte ebenfalls wieder stärker in den Fokus rücken.

BofA führt daher einen Bewertungsabschlag von zehn Prozent gegenüber der Konkurrenz wieder ein. Dies entspreche dem historischen Muster, sobald sich Wachstum und Margen normalisieren.

Fußball-WM nur ein Strohfeuer?

Zwar könnte die FIFA Weltmeisterschaft 2026 noch einmal kurzfristige Impulse liefern, doch die Perspektive darüber hinaus bleibt unsicher. Ab 2027 modellieren die Analysten nur noch rund fünf Prozent organisches Umsatzwachstum. Sollte die Unterstützung im Bereich des neuen Kursziels von 160 Euro nicht halten, droht angesichts der langfristigen Performance – ein Minus von über 32 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht – weiterer Abgabedruck.

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