Das Jahr 2026 sollte eigentlich im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft und eines großen Comebacks stehen. Doch eine aggressive Neubewertung der Bank of America (BofA) dämpft diese Hoffnung jäh. Statt einer Kaufempfehlung warnt die US-Großbank nun vor strukturellen Problemen und vollzieht eine seltene Kehrtwende, die sich diametral gegen die mehrheitlich positive Marktstimmung stellt.

  • Radikaler Schnitt: BofA senkt Votum direkt von "Buy" auf "Underperform".
  • Kursziel: Reduzierung auf 160 Euro, kaum unter dem gestrigen Schlusskurs von 163,40 Euro.
  • Warnsignal: Skepsis bezüglich des Wachstums nach der WM 2026.

Seltenes "Double Downgrade" belastet

Analyst Thierry Cota sorgte am Dienstag für erhebliche Unruhe im Handel. Er stufte die Papiere des Sportartikelherstellers gleich um zwei Stufen herab. Ein solches Vorgehen ist an den Finanzmärkten die Ausnahme und deutet meist auf eine fundamental geänderte Risikoeinschätzung hin.

Mit dem neuen Kursziel von 160 Euro sieht die BofA praktisch kein Aufwärtspotenzial mehr vom aktuellen Niveau. Die Aktie, die auf 12-Monats-Sicht bereits 32,76 Prozent an Wert eingebüßt hat, kämpft nun damit, wichtige charttechnische Marken zu halten. Der gestrige Schlusskurs von 163,40 Euro liegt bereits hauchdünn unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 163,51 Euro, was die technische Angeschlagenheit unterstreicht.

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Gegenwind statt Rückenwind

Während viele Marktteilnehmer auf den "Gulden-Effekt" und die kommende Fußball-WM setzen, blickt die BofA auf die Zeit danach. Die Begründung für die Abstufung zielt auf das Herzstück der bisherigen Erfolgsstory:

  1. Sättigung beim "Athleisure"-Trend: Die Analysten argumentieren, dass der seit zwei Jahrzehnten anhaltende Boom zu sportlicher Freizeitkleidung weitgehend ausgeschöpft sei.
  2. Konkurrenzdruck: Spezialisierte Anbieter wie On Running und Asics graben im Laufschuh-Segment Marktanteile ab. Gleichzeitig könnte der ewige Rivale Nike nach internen Umstrukturierungen wieder aggressiver auftreten.
  3. Wachstumsloch: Nach dem erwarteten Umsatzschub durch das Turnier im Sommer 2026 droht laut BofA eine signifikante Verlangsamung der Dynamik.

Marktkonsens auf dem Prüfstand

Die Entscheidung der US-Bank ist brisant, da sie im krassen Widerspruch zur Mehrheitsmeinung steht. Rund 84 Prozent der Analysten empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf. Diese Diskrepanz zwingt Investoren nun zur Neubewertung: Haben die Optimisten die strukturellen Risiken im Wettbewerbsumfeld unterschätzt?

Der Titel nähert sich durch den jüngsten Druck wieder gefährlich seinem 52-Wochen-Tief von 149,70 Euro an. Sollte die Unterstützung in der Zone um 150 Euro nicht halten, droht aus charttechnischer Sicht weiteres Ungemach.

Für die weitere Kursentwicklung ist nun entscheidend, ob andere große Analysehäuser wie JPMorgan oder die Deutsche Bank der skeptischen Haltung der BofA folgen. Bestätigen diese hingegen ihre Kaufempfehlungen, könnte sich der aktuelle Rücksetzer als übertrieben erweisen. Bis zu den nächsten Quartalszahlen bleibt die Unsicherheit jedoch der dominante Faktor.

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