Adidas setzt ein massives Ausrufezeichen gegen den jüngsten Abwärtstrend. Mit einem überraschenden Aktienrückkaufprogramm und operativen Gewinnen über den Markterwartungen versucht der Sportartikelhersteller, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Doch reicht dieses finanzielle Muskelspiel aus, um den Kurs nachhaltig vom 52-Wochen-Tief zu lösen?

  • Rückkauf: Programm über bis zu 1 Milliarde Euro startet im Februar 2026.
  • Operative Wende: Vorläufiger Q4-Gewinn von 164 Millionen Euro übertrifft Schätzungen.
  • Kursreaktion: Aktie legte am Freitag um 3,94 % auf 149,15 Euro zu.
  • Analystenecho: Kursziele reichen bis 256 Euro (UBS).

Offensive Kapitalallokation

Das Management geht in die Offensive. Im Zentrum der Strategie steht ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1 Milliarde Euro, das bereits in diesem Monat anlaufen soll. Dieser Schritt signalisiert nicht nur Vertrauen in die eigene Bilanzstärke, sondern dient auch der direkten Stützung des Aktienkurses.

Unterfüttert wird die Maßnahme durch starke operative Daten. Mit einem vorläufigen operativen Gewinn von 164 Millionen Euro im vierten Quartal 2025 übertraf der Konzern die Konsensschätzungen der Analysten deutlich. Nach dem vermeldeten Rekordumsatz für das Gesamtjahr 2025 deutet dies auf eine stabilere Profitabilität hin, nachdem die vorangegangenen Geschäftsjahre von Volatilität geprägt waren.

Analysten sehen Aufwärtspotenzial

An der Börse sorgten die Neuigkeiten für eine spürbare Erleichterung. Die Aktie, die seit Jahresanfang rund 11 Prozent an Wert verloren hatte, kletterte am Freitag auf 149,15 Euro. Dennoch notiert das Papier weiterhin in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief von 143,50 Euro, was die Nervosität der Marktteilnehmer unterstreicht.

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Experten bewerten die Entwicklung überwiegend konstruktiv. Die UBS bestätigte ihr "Buy"-Rating mit einem ambitionierten Kursziel von 256 Euro, was einem potenziellen Aufschlag von über 70 Prozent entspricht. Auch die DZ Bank sieht mit einem fairen Wert von 240 Euro deutliches Potenzial. Vorsichtiger bleiben hingegen Goldman Sachs (Kursziel 180 Euro) und Barclays (190 Euro), die trotz der guten Zahlen vorerst an ihrer neutralen Haltung festhalten.

Juristische Störfeuer bleiben

Trotz der operativen Fortschritte werfen rechtliche Auseinandersetzungen Schatten auf die Bilanz. In Südafrika muss sich der Konzern weiterhin mit einer Forderung der Steuerbehörde SARS über rund 1,9 Milliarden Rand auseinandersetzen, nachdem ein Gericht in Pretoria die Verlegung des Verfahrens abgelehnt hatte.

Parallel dazu eröffnet sich in den USA eine neue Front: Der Schuhhersteller Steve Madden strebt eine gerichtliche Feststellung an, dass seine Modelle keine Markenrechte von Adidas verletzen. Diese schwebenden Verfahren stellen ein persistentes Risiko dar, das Anleger bei der Bewertung der Erholungsrallye einkalkulieren müssen.

Mit dem Start des Aktienrückkaufprogramms im Februar schafft Adidas eine technische Untergrenze für den Aktienkurs. Gelingt es dem Management, die operative Marge in den kommenden Quartalen stabil zu halten, könnte dies die Basis für eine nachhaltige Bodenbildung sein.

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