Gleich drei hochrangige Manager haben Mitte dieser Woche Broadcom-Anteile im Gesamtwert von rund 69 Millionen Dollar veräußert. Klingt nach einem Alarmsignal – ist es aber keines.

Die Transaktionen von Präsident Velaga S. Ram (rund 20,8 Millionen Dollar), SSG-Präsident Charlie Kawwas (knapp 21 Millionen Dollar) und Chefjurist Mark David Brazeal (rund 27 Millionen Dollar) erfolgten am 16. und 17. März ausschließlich zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten beim Vesting von Restricted Stock Units. Solche automatischen Verkäufe sind Pflichtgeschäfte, keine strategischen Entscheidungen. Alle drei Manager halten nach den Transaktionen weiterhin bedeutende Positionen im Unternehmen – Brazeal allein verbleiben über 278.000 Aktien inklusive ausstehender RSUs.

Chip-Neuheiten befeuern die Fantasie

Jenseits der Insider-Meldungen gibt es handfeste operative Neuigkeiten. Die Tomahawk-6-Switch-Chip-Serie ist in die Serienproduktion gegangen – in weniger als drei Quartalen, wie betont wird – und verdoppelt die Durchsatzleistung des Vorgängermodells. Gleichzeitig hat Broadcom mit dem Sampling seines 3-Nanometer-Chips Taurus BCM83640 begonnen, der für 1,6-Terabit-Transceiver-Module konzipiert ist und die Bandbreite pro optischer Leitung deutlich erhöht.

Passend dazu hat das Startup HyperLight angekündigt, seine photonischen Chips auf Basis von Dünnschicht-Lithiumniobat künftig in Kombination mit eben dieser Taurus-Plattform einzusetzen. Der Schritt unterstreicht, wie sich rund um Broadcoms DSP-Architektur ein Ökosystem aus Zulieferern und Partnern formiert – mit direktem Bezug zur KI-Rechenzentrumsinfrastruktur.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Broadcom?

Bewertung und Analystenbild

Die Aktie notiert aktuell bei 315,93 Dollar und hat damit in den vergangenen zwölf Monaten rund 63 Prozent zugelegt. DA Davidson hat das Kursziel nach den Erstquartalszahlen, die die Konsensschätzungen leicht übertrafen, auf 375 Dollar angehoben – bei unverändertem Neutral-Rating. Als Treiber gilt das derzeitige Umfeld, in dem Rechenkapazität knapp ist und Chip-Infrastruktur entsprechend gefragt bleibt.

Gemessen an einem fairen Wert von rund 347 Dollar gilt der Titel derzeit als unterbewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Software- und Halbleitersegment ist seit Mitte 2025 merklich gefallen – was einige Marktbeobachter als Einstiegsgelegenheit werten, nicht als strukturelles Problem.

Anzeige

Broadcom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Broadcom-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:

Die neusten Broadcom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Broadcom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Broadcom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...