Die Hoffnung auf ein schnelles Comeback des Sportartikelriesen schwindet zusehends. Statt einer Erholung sehen sich Anleger mit einer Serie von Herabstufungen konfrontiert, die den DAX-Konzern auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren drücken. Während die Konkurrenz enteilt, zweifeln immer mehr Experten an der Nachhaltigkeit der Wachstumsstrategie.

Die wichtigsten Fakten:
* RBC Capital Markets: Herabstufung auf "Sector Perform"
* Warnsignal: Bank of America mit seltenem "Doppel-Downgrade"
* Tiefpunkt: Kursrutsch auf 24-Monats-Tief

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?

Analysten ziehen die Reißleine

Auslöser für den jüngsten Verkaufsdruck ist eine kritische Analyse von RBC Capital Markets vom 23. Januar. Die Experten stuften die Aktie von "Outperform" auf "Sector Perform" herab und kürzten das Kursziel deutlich von 190 auf 160 Euro. Der Kern der Kritik: Der Markt ist für das Jahr 2026 viel zu optimistisch.

RBC prognostiziert für das kommende Jahr lediglich ein organisches Umsatzwachstum von 7 Prozent, was signifikant unter den Konsensschätzungen liegt. Besonders alarmierend ist die Einschätzung zum "WM-Effekt". Ohne den Schub durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 taxieren die Analysten das organische Wachstum auf magere 3 Prozent. Die Experten sprechen bereits von einer "Reifung des Markenzyklus", was im Klartext bedeutet: Die dynamischen Wachstumszeiten könnten vorerst vorbei sein.

Strukturelle Sorgen belasten

Die Skepsis von RBC ist kein Einzelfall. Bereits Anfang Januar sorgte die Bank of America (BofA) für Aufsehen, als sie die Bewertung gleich um zwei Stufen von "Buy" auf "Underperform" senkte. Das Kursziel wurde dabei um ein Viertel auf 160 Euro zusammengestrichen.

Marktbeobachter werten diesen Schritt als klares Indiz dafür, dass die Turnaround-Story als vollständig eingepreist gilt. Zudem sieht sich die gesamte Branche mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Der jahrelange Trend zur "Casualisierung" – also sportliche Kleidung im Alltag – scheint seinen Zenit überschritten zu haben, was den Spielraum für Adidas weiter einengt.

Chartbild in Trümmern

Der Blick auf die Kursdaten untermauert die fundamentale Schwäche eindrucksvoll. Mit einem aktuellen Kurs von 146,95 Euro notiert das Papier in Schlagdistanz zum erst am Freitag markierten 52-Wochen-Tief von 143,75 Euro.

Die technische Verfassung der Aktie ist besorgniserregend. Seit Jahresanfang summieren sich die Verluste auf über 12 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Börsenwert um knapp 43 Prozent verringert. Besonders der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt fällt negativ auf: Die Aktie notiert inzwischen rund 19 Prozent unter dieser langfristigen Trendlinie bei 181,62 Euro, was den festen Griff der Bären verdeutlicht.

Entscheidende Impulse werden nun erst wieder mit den Quartalszahlen am 4. März 2026 erwartet. Bis dahin bleibt das Risiko für weitere Abgaben hoch, sollte die Unterstützung im Bereich des jüngsten Tiefs bei rund 143 Euro nicht verteidigt werden.

Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 26. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...