Der Sportartikelriese aus Herzogenaurach steht aktuell im Kreuzfeuer gegensätzlicher Expertenmeinungen. Während die US-Investmentbank Bank of America das Ende des Sneaker-Booms ausruft, hält die Schweizer Großbank UBS dagegen und stützt den Titel. Für Anleger stellt sich die entscheidende Frage: Bietet die jüngste Korrektur eine Einstiegschance oder droht aufgrund struktureller Marktprobleme weiteres Ungemach?

  • Kontroverse: UBS bestätigt Kaufempfehlung trotz Senkung des Kursziels.
  • Gegenwind: Bank of America warnte zuvor vor drastischer Branchenabkühlung.
  • Strategie: Neue Formel-1-Partnerschaften sollen globale Märkte stärken.

UBS kontert Pessimismus

Die Verunsicherung am Markt ist greifbar. Am Freitag trat die UBS dem negativen Szenario entgegen, das die Aktie seit Jahresbeginn belastet. Zwar senkten die Schweizer Experten ihr Kursziel, bestätigten jedoch explizit ihre Kaufempfehlung ("Buy"). Dies ist eine direkte Antwort auf die harte Abstufung durch die Bank of America (BofA) vom 6. Januar. Die US-Analysten hatten die Papiere gleich um zwei Stufen auf "Underperform" gesetzt und dies mit einem strukturellen Ende des zwanzigjährigen Wachstumszyklus bei Freizeit-Sneakern begründet.

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Diese fundamentale Uneinigkeit spiegelt sich im Chart wider. Mit einem Schlusskurs von 159,85 Euro am Freitag notiert der Titel seit Jahresanfang 4,51 Prozent im Minus. Immerhin verhinderte der Zuspruch der UBS vorerst einen Test des 52-Wochen-Tiefs, das bei 149,70 Euro liegt. Dennoch bleibt der technische Schaden beträchtlich: Der Kurs bewegt sich aktuell mehr als 13 Prozent unterhalb der langfristig relevanten 200-Tage-Linie.

Motorsport als Wachstumstreiber

Abseits der Analystenschlachten arbeitet das Management operativ gegen den Trend. Michael Batz, General Manager für Motorsport, skizzierte in einem Interview am Samstag die Pläne für die kommende Formel-1-Saison. Durch Partnerschaften mit Mercedes und dem ab 2026 startenden Audi-Team will der Hersteller gezielt globale Schlüsselmärkte wie China, die USA und Lateinamerika adressieren. Das Kalkül ist eindeutig: Über die enorme mediale Reichweite des Motorsports sollen neue Käuferschichten erschlossen werden, um die von Kritikern prognostizierte Sättigung im klassischen Sneaker-Geschäft zu kompensieren.

Zahlen als Realitätscheck

Die Klärung dieses Expertenstreits wird erst mit harten Fakten erfolgen. Am 11. März 2026 legt der Konzern die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Diese Daten werden zeigen, ob die Warnungen vor einem Branchenabschwung berechtigt sind oder die UBS mit ihrer Zuversicht recht behält. Bis zu diesem Termin dürfte die Aktie volatil bleiben, da Investoren jeden Hinweis zur Konsumstimmung genau abwägen werden.

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