ABO Energy Aktie: Wichtige Atempause
Der angeschlagene Windkraft-Projektierer verschafft sich im Kampf gegen die Finanzkrise entscheidende Zeit. Nachdem die Verlustprognose für 2025 drastisch ausgeweitet werden musste, haben die Gläubiger nun einem Stillhalteabkommen zugestimmt. Damit ist die unmittelbare Gefahr gebannt, doch gelingt dem Management mit diesem Rückenwind die langfristige Sanierung?
Gläubiger halten still
Am Freitagabend meldete das Unternehmen einen ersten Erfolg in den Verhandlungen mit seinen Finanziers. Die Banken und Kreditgeber verzichten während der nun folgenden Gespräche darauf, ihre Kündigungsrechte geltend zu machen. Diese Vereinbarung umfasst alle wesentlichen Kreditlinien und Schuldscheindarlehen. Auch die Inhaber der laufenden Anleihen sollen kurzfristig in dieses Abkommen einbezogen werden; eine entsprechende Abstimmung wird vorbereitet.
Ziel dieser Maßnahme ist es, einen geordneten Restrukturierungsplan zu erarbeiten. Ein externes Beratungsunternehmen wurde bereits beauftragt, bis zur ersten Februarhälfte ein Gutachten zu erstellen. Dieses Papier wird die Basis für die künftige Ausrichtung und die Verhandlungen über die langfristige Finanzierung bilden.
Ursachen des Absturzes
Der Druck auf das Unternehmen hatte sich Mitte Januar massiv erhöht. Die Prognose für den Konzernjahresfehlbetrag 2025 musste von 95 Millionen auf rund 170 Millionen Euro fast verdoppelt werden.
Verantwortlich für diese Schieflage sind zwei Hauptfaktoren:
* Verschiebungen: Geplante Verkäufe von Projektrechten im Wert von etwa 40 Millionen Euro rutschten in das Jahr 2026.
* Wertberichtigungen: Enttäuschende Ergebnisse bei Wind-Auktionen in Deutschland zwangen zu Abschreibungen von rund 35 Millionen Euro, da die erzielbaren Einspeisevergütungen sanken.
Marktreaktion und Bewertung
Die Nachricht sorgte für leichte Erleichterung bei den Anlegern. Nachbörslich kletterte der Kurs auf 7,18 Euro, nachdem er im Xetra-Handel bei 6,88 Euro geschlossen hatte. Dennoch bleibt das Chartbild verheerend: Auf Jahressicht steht ein Minus von rund 84 Prozent zu Buche.
Interessant ist die fundamentale Diskrepanz: Während die Börse das Unternehmen nur noch mit etwa 60 Millionen Euro bewertet, liegt der Buchwert je Aktie rechnerisch bei rund 24 Euro. Dieser massive Abschlag verdeutlicht das tiefe Misstrauen des Marktes gegenüber der Werthaltigkeit der Bilanz und der operativen Zukunft.
Zusätzliche Spannung bringt der Aktivisten-Investor Enkraft in die Situation. Dieser forderte bereits im November einen fairen M&A-Prozess, was den Druck auf die Gründerfamilien und das Management weiter erhöht.
Der Fahrplan für die kommenden Wochen ist eng getaktet. Sobald der Entwurf des Restrukturierungsberichts im Februar vorliegt, beginnen die finalen Verhandlungen. Das Management hält trotz der aktuellen Turbulenzen an dem Ziel fest, durch das laufende Effizienzprogramm bereits im Geschäftsjahr 2026 wieder positive Ergebnisse zu erzielen.
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