Um in der lukrativen Krebsdiagnostik massiv zu wachsen, greift Abbott Laboratories tief in die Tasche. Mit der erfolgreichen Platzierung von Anleihen im Wert von 20 Milliarden US-Dollar hat das Unternehmen nun den finanziellen Grundstein für die Übernahme von Exact Sciences gelegt. Damit rückt einer der größten Zukäufe des Jahres in greifbare Nähe.

Tranchen bis ins Jahr 2066

Gestern schloss der Konzern die gewaltige Transaktion ab, die strategisch über verschiedene Laufzeiten gestückelt ist. Das Angebot reicht von variabel verzinsten Papieren bis hin zu festverzinslichen Anleihen, die erst in vier Jahrzehnten fällig werden. Die längste Tranche im Volumen von zwei Milliarden US-Dollar läuft bis ins Jahr 2066 und ist mit einem Kupon von 5,6 Prozent ausgestattet. Kurzfristigere Papiere, die bereits 2029 fällig werden, bieten hingegen niedrigere Zinsen ab 3,7 Prozent.

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Die frischen Mittel fließen primär in die anvisierte Fusion. Neben dem eigentlichen Kaufpreis für Exact Sciences will Abbott das Kapital nutzen, um die bestehenden Schulden des Übernahmeziels abzulösen und die anfallenden Transaktionsgebühren zu decken. Übrige Gelder sollen für allgemeine Unternehmenszwecke oder den Abbau weiterer Verbindlichkeiten eingesetzt werden.

Absicherung für Investoren

Doch was passiert, falls der Deal auf der Zielgeraden scheitert? Für dieses Szenario hat das von Großbanken wie Morgan Stanley und J.P. Morgan geführte Konsortium eine strikte Absicherung eingebaut: Platzt die Übernahme bis zur vereinbarten Frist, greift eine zwingende Rückzahlungsklausel. Abbott muss die Anleihen in diesem Fall zu 101 Prozent des Nennwerts zuzüglich der bis dahin aufgelaufenen Zinsen an die Gläubiger zurückzahlen.

Am Aktienmarkt wird die teure Expansion derzeit eher nüchtern betrachtet. Nach einem leichten Minus im bisherigen Jahresverlauf von 8,5 Prozent notiert das Papier aktuell bei knapp 97 Euro und rangiert damit rund zehn Prozent unter seiner 200-Tage-Linie.

Mit der vollständig gesicherten 20-Milliarden-Finanzierung hat das Management nun seine wesentlichen Hausaufgaben am Kapitalmarkt erledigt. Der Fokus verschiebt sich ab sofort vollständig auf den rechtlichen und operativen Abschluss der Exact-Sciences-Integration, um die erhofften Synergien im Diagnostik-Sektor zu heben.

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