Die Abbott Laboratories Aktie ist nach Vorlage der Quartalszahlen unter massiven Verkaufsdruck geraten. Der Titel verlor zeitweise mehr als 9,5% und fiel auf 108,61 US-Dollar – gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 105,78 US-Dollar. Die Bären haben das Ruder übernommen.

Der Gesundheitskonzern verfehlte im vierten Quartal die Umsatzerwartungen deutlich. Mit 11,46 Milliarden US-Dollar blieb Abbott klar hinter den prognostizierten 11,8 Milliarden US-Dollar zurück. Beim Gewinn je Aktie traf das Unternehmen mit 1,50 US-Dollar immerhin die Erwartungen – doch das konnte die Anleger nicht besänftigen.

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Ernährungssparte als Problemkind

Das eigentliche Drama spielte sich in der Nutrition-Sparte ab. Diese erwirtschaftete lediglich 1,94 Milliarden US-Dollar – ein deutlicher Fehlbetrag gegenüber den erwarteten 2,2 Milliarden US-Dollar. Nach Einschätzung von Piper Sandler ist diese Schwäche für nahezu den gesamten Umsatzrückstand verantwortlich.

Auch die Diabetes-Produktlinie enttäuschte. Obwohl die Medtech-Sparte mit einem währungsbereinigten Wachstum von 10,4% auf 5,68 Milliarden US-Dollar zulegen konnte, blieben die Diabetes-Produkte hinter den Erwartungen zurück.

Analysten senken Kursziele massiv

Was folgt nun auf die enttäuschenden Zahlen? Die Analystengemeinde reagierte prompt mit Kurszielkürzungen. Piper Sandler reduzierte das Kursziel von 150 auf 135 US-Dollar, Oppenheimer von 140 auf 132 US-Dollar und Jefferies von 149 auf 145 US-Dollar. Wells Fargo setzte das Ziel sogar nur noch bei 122 US-Dollar an. Alle Häuser verwiesen auf die Probleme in der Ernährungssparte.

Trotz der Rückschläge halten die Analysten mehrheitlich an positiven Ratings fest. Piper Sandler begründet sein "Overweight"-Rating mit erwarteten Produkteinführungen 2026, der anhaltenden Dynamik im Medtech-Geschäft und einer Entspannung bei der Diagnostik-Sparte.

Ausblick 2026 verfehlt Markterwartungen

Der Blick nach vorne verspricht keine schnelle Erholung. Für 2026 peilt Abbott ein organisches Wachstum von 6,5 bis 7,5% an – unterhalb der Konsensschätzung von 7,1%. Die Gewinnprognose von 5,55 bis 5,80 US-Dollar je Aktie liegt zwar im Rahmen der Erwartungen, doch auch die Erstquartalsprognose von 1,12 bis 1,18 US-Dollar enttäuschte (Konsens: 1,20 US-Dollar).

Der RSI-Indikator signalisiert mittlerweile einen überverkauften Zustand – technisch gesehen könnte eine Gegenbewegung anstehen. Mit einer Marktkapitalisierung von 188,85 Milliarden US-Dollar und einem KGV von 32,45 erscheint die Bewertung nicht überzogen. Abbott hat seine Dividende zudem zwölf Jahre in Folge erhöht und bietet aktuell eine Rendite von 2,32%.

Bleibt die Frage: Ist die Schwäche in der Ernährungssparte nur ein vorübergehendes Phänomen oder der Beginn struktureller Probleme? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob Abbott den Turnaround schafft.

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