XRP legt zum Jahresbeginn spürbar zu. Rückenwind kommt vor allem von den neuen Spot-ETFs in den USA und der Hoffnung auf klarere Krypto-Regeln in Washington. Gleichzeitig stärkt eine wichtige Lizenz für Ripple die Nutzung des Netzwerks im klassischen Finanzsystem. Wie robust ist dieser Mix aus ETF-Nachfrage, Regulierungsschub und technischer Weiterentwicklung?

Kursentwicklung und technisches Bild

Nach einem starken Wochenauftakt notiert XRP aktuell bei rund 2,16 US-Dollar und liegt damit deutlich im Plus seit Jahresbeginn. Auf Wochensicht steht ein zweistelliger Zuwachs, gleichzeitig bleibt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch mit knapp 29 % spürbar – die Rally ist also noch kein Durchmarsch auf neue Rekorde.

Charttechnisch ist vor allem die Rückeroberung der 2‑Dollar-Marke entscheidend. Diese Zone fungiert nun als zentrale Unterstützung. Aus technischer Sicht fällt zudem auf:

  • 50‑Tage-Durchschnitt: ca. 2,02 US‑Dollar, XRP handelt klar darüber
  • RSI (14 Tage): rund 28,8, was eher auf eine zumindest kurzfristig abgekühlte Dynamik hindeutet
  • 30‑Tage-Volatilität: annualisiert gut 40 %, typisch für ein großes Krypto-Asset, aber kein Extremwert

Wichtige Widerstände auf der Oberseite liegen laut ursprünglicher Marktanalyse im Bereich um 2,30 und 2,70 US‑Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Aufwärtstrend bestätigen, während ein Bruch der 2‑Dollar-Unterstützung schnell einen Rücksetzer in Richtung der Zone um 1,85–1,90 US‑Dollar nach sich ziehen könnte.

ETFs, Lizenz und Netzwerk – die zentralen Treiber

Die jüngste Stärke von XRP ist kein reiner Stimmungswechsel, sondern spiegelt mehrere fundamentale Entwicklungen wider.

Ein wesentlicher Faktor ist der Erfolg der Spot-XRP-ETFs in den USA, die seit November 2025 gehandelt werden. Seit dem Start haben diese Produkte kumuliert über 1,4 Milliarden US‑Dollar an Nettozuflüssen angezogen. Allein am 2. Januar flossen 13,59 Millionen US‑Dollar hinzu – ein deutliches Signal, dass institutionelle Anleger und professionelle Investoren XRP zunehmend über regulierte Vehikel nachfragen. Diese ETF-Zuflüsse verknappen das am Markt verfügbare Angebot und wirken damit stützend auf den Preis.

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Parallel dazu hat Ripple im Dezember 2025 eine bedingte US‑Banklizenz erhalten. Diese Zulassung dürfte das Unternehmen in die Lage versetzen, seine Lösungen für Liquiditätsbereitstellung und grenzüberschreitende Zahlungen in den etablierten Finanzmarkt zu integrieren. Für den XRP Ledger (XRPL) bedeutet das: mehr potenzielle Nutzung im institutionellen Umfeld, insbesondere bei Abwicklungen über Ländergrenzen hinweg.

Technisch wurde das Ökosystem ebenfalls weiterentwickelt. Neue Protokoll-Updates verbessern die Interoperabilität mit anderen Ketten. Besonders hervorzuheben sind frische Brücken zur Solana-Blockchain, die zusätzliche Liquidität zwischen den Netzwerken ermöglichen. Damit steigt die Attraktivität von XRP als Bindeglied zwischen verschiedenen Ökosystemen.

Regulierung als Stimmungshebel

Auf der regulatorischen Seite richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf den sogenannten Market Structure Bill in den USA. Dieses Gesetzespaket soll eine klare Struktur für die Einordnung und Regulierung von digitalen Vermögenswerten schaffen. Am 15. Januar steht im US-Senat eine wichtige Markup-Sitzung an, bei der konkrete Änderungen und Formulierungen diskutiert werden.

Für XRP ist das besonders relevant, weil das Gesetz die Weichen dafür stellen könnte, dass der Coin rechtlich eher als nicht-wertpapierähnliches Commodity eingestuft wird. Eine solche Klarstellung würde den über Jahre bestehenden Rechtsüberhang deutlich reduzieren und regulatorische Risiken für viele Marktteilnehmer verringern.

Zusätzlichen Rückenwind liefert ein Personalwechsel bei der US-Börsenaufsicht SEC: Der Abgang von Caroline Crenshaw wird von vielen Tradern als Zeichen für einen künftig etwas weniger restriktiven Kurs gedeutet. Zusammen mit der Zulassung von Spot-ETFs im XRP-Bereich hat das dazu beigetragen, den „Regulierungsabschlag“, der lange auf dem Kurs lastete, zu verkleinern.

Stimmung und Ausblick

Die Marktstimmung rund um XRP ist aktuell klar positiv. Standard Chartered hat seine Prognosen angehoben und sieht für Ende 2026 ein mögliches Kursziel von 8 US‑Dollar. Begründet wird das mit dem Wegfall juristischer Unsicherheiten und einem Nachfrageimpuls („Demand Shock“) durch ETF-Allokationen institutioneller Investoren.

Kurzfristig bleibt der 15. Januar als politischer Termin ein potenzieller Volatilitätstreiber. Kommt es bei der Gesetzesinitiative zu Verzögerungen oder unerwarteten Formulierungen, sind schnelle Kursausschläge in beide Richtungen denkbar. Entscheidend für den mittelfristigen Trend sind vor allem drei Punkte: hält die Unterstützung um 2 US‑Dollar, setzen sich die ETF-Zuflüsse fort und wird die regulatorische Lage in den USA tatsächlich klarer zugunsten von XRP geregelt.

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