Der chinesische Autobauer XPeng vollzieht einen riskanten strategischen Schwenk. Statt sich rein auf Elektroautos zu konzentrieren, wandelt sich der Konzern zu einem Anbieter für "physische KI". Während eigene Chips, fliegende Autos und humanoide Roboter die Fantasie anregen, sorgt das schwächelnde Kerngeschäft bei Investoren für handfeste Sorgen.

Eigene Chips für bessere Margen

Ein zentraler Baustein der neuen Strategie ist der hauseigene Turing-KI-Chip. Seit wenigen Tagen steht die überarbeitete Limousine Mona M03 in den chinesischen Showrooms, die als erstes Modell mit diesem Prozessor ausgestattet ist. Das Management verfolgt damit einen klaren Plan zur vertikalen Integration. Durch die Bündelung von eigener Hard- und Software sollen die Gewinnmargen steigen. Bis zum zweiten Quartal 2026 will XPeng seine gesamte Fahrzeugflotte auf den Turing-Chip umstellen und peilt für dieses Jahr knapp eine Million ausgelieferte Einheiten an.

Historischer Gewinn trifft auf Nachfrageschwäche

Finanziell sendet das Unternehmen derzeit gemischte Signale. Im vierten Quartal 2025 erzielte XPeng mit 54,8 Millionen US-Dollar erstmals einen Nettogewinn nach GAAP-Standards und schraubte die Bruttomarge auf einen Rekordwert von 21,3 Prozent. Dennoch reagierte der Markt zurückhaltend. Der Grund liegt im schwachen Ausblick für das laufende erste Quartal.

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Das Management rechnet mit einem sequenziellen Rückgang der Auslieferungen um rund 30 Prozent auf 61.000 bis 66.000 Fahrzeuge. Analysten von Barclays und Macquarie passten ihre Prognosen daraufhin an und verwiesen auf die schwächelnde Inlandsnachfrage.

Milliarden für die Zukunftsvision

Um die ehrgeizigen Pläne abseits der Straße zu finanzieren, nimmt CEO He Xiaopeng viel Geld in die Hand. Das Forschungs- und Entwicklungsbudget für KI-Projekte steigt im laufenden Geschäftsjahr auf 7,0 Milliarden Renminbi. Ende 2026 soll die Massenproduktion des modularen fliegenden Autos "Land Aircraft Carrier" sowie des humanoiden Roboters "IRON" anlaufen.

Diese hohen Investitionen in nicht-automobile Sektoren verändern das Risikoprofil des Unternehmens deutlich. Investoren, die auf kurzfristige Cashflows achten, strafen das Papier derzeit ab. Aktuell notiert die Aktie bei 15,50 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 11 Prozent.

Die kommenden Monate erfordern einen schwierigen Spagat. XPeng muss die schwache Nachfrage im Kerngeschäft überwinden, während gleichzeitig enorme Summen in den Aufbau der Roboter- und Flugtaxi-Sparten fließen. Die anstehenden Robotaxi-Pilotprojekte in der zweiten Jahreshälfte werden ein erster konkreter Gradmesser dafür sein, ob sich die teure Hardware-Wette auszahlt.

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