Xiaomi Aktie: Roboter und Rückkauf
Xiaomi treibt zwei Themen gleichzeitig nach vorn: In der E-Auto-Fabrik sollen selbst entwickelte humanoide Roboter die Fertigung effizienter machen, während ein großes Aktienrückkaufprogramm den Kurs stützen soll. Das wirkt wie eine klare Ansage – doch am Markt zählt am Ende, ob daraus verlässliche Ergebnisse werden. Entscheidend wird deshalb, was Xiaomi mit den Jahreszahlen am 24. März liefert.
Humanoide Roboter: Testlauf in der EV-Fabrik
Auf dem Mobile World Congress hat Xiaomi-Präsident Lu Weibing Einblicke in einen Pilotversuch in der Elektrofahrzeugfabrik gegeben. Demnach wurden zwei humanoide Roboter in einer Montagestation getestet – mit dem Ziel, repetitive Arbeitsschritte autonom abzuarbeiten.
Laut Xiaomi schaffte ein Roboter einen dreistündigen autonomen Dauerbetrieb an einer Selbstschneidschrauben-Montagestation. Gemeldet wurde dabei eine beidseitige Erfolgsquote von 90,2% und das Erreichen der Taktzeit-Anforderung der Produktionslinie von 76 Sekunden. Technische Basis ist ein hauseigenes Vision-Language-Action-Modell („Xiaomi-Robotics-0“) mit 4,7 Milliarden Parametern, kombiniert mit Reinforcement Learning.
Der Zeithorizont ist ambitioniert: CEO Lei Jun plant laut Quelle eine Massenbereitstellung innerhalb der nächsten fünf Jahre. Der Schritt passt in den breiteren Trend, dass chinesische Unternehmen Robotik zügig in Richtung industrieller Nutzung bringen.
Rückkäufe gegen den Kursdruck
Parallel zur Technik-Offensive greift Xiaomi am Kapitalmarkt zum Rückkauf. Über einen unabhängigen Broker läuft ein automatisches Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,5 Milliarden HKD für Class-B-Stammaktien in Hongkong.
Konkrete Aktivität gab es zuletzt am 3. März: Laut HKEX-Meldung wurden 3,2 Millionen Aktien für 100 Millionen HKD zurückgekauft. Das Programm soll damit nicht nur ein Rahmen bleiben, sondern tatsächlich umgesetzt werden.
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Am Freitag zeigt die Aktie auch eine Gegenbewegung: Der Kurs liegt bei 3,66 Euro, rund 3,95% höher als am Vortag. Trotzdem bleibt das übergeordnete Bild angeschlagen – seit Jahresanfang steht ein Minus von 18,50%, auf 12 Monate sogar von 43,04%. Auffällig: Das Papier notiert weiter unter wichtigen Durchschnitten, etwa rund 28% unter dem 200-Tage-Durchschnitt (5,11 Euro).
Warum der Markt trotzdem skeptisch bleibt
Im Quelltext werden mehrere Belastungsfaktoren genannt. Dazu zählt zum einen ein schwieriges Umfeld bei Smartphones, ausgelöst durch steigende Kosten bei Speicherchips und ein erwartetes schwächeres Marktvolumen. Zum anderen belastet ein Steuerstreit in Indien: Die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich durch Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar erhöhen, zudem bleiben Vermögenswerte von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren.
Auch die EV-Sparte liefert zuletzt ein gemischtes Signal. Die Auslieferungen fielen im Februar auf 20.000 Einheiten nach 39.000 im Januar. Xiaomi führt das auf das chinesische Neujahrsfest zurück. Gleichzeitig steht die Branche weiter im Preiskampf, was die Margen im gesamten Markt unter Druck hält. Hinzu kommt: Das Auslieferungsziel von 550.000 Fahrzeugen für 2026 wurde laut Quelle von Investoren als eher moderat aufgenommen.
Und doch gibt es eine Gegenrechnung: In den ersten neun Monaten 2025 legte der Umsatz um 32,5% auf über 340 Milliarden RMB zu, der Gewinn stieg um 140% auf mehr als 35 Milliarden RMB. Außerdem erreichte das EV-Segment im dritten Quartal 2025 erstmals die Gewinnschwelle – mit einem operativen Gewinn von 700 Millionen RMB und einer Bruttomarge von 25,5% (nach 17,1% im Vorjahr). Kann Xiaomi diesen operativen Fortschritt trotz Preisdruck und Sonderfaktoren in die Jahreszahlen hinüberretten?
Am 24. März 2026 wird genau das zur Nagelprobe: Dann kommen die geprüften Jahresergebnisse – inklusive der Frage, ob Xiaomi am Ziel von 550.000 EV-Auslieferungen für 2026 festhält und ob eine Dividende ausgeschüttet wird. Bis dahin sendet das Unternehmen zwei klare Signale: langfristige Automatisierung via Robotik und kurzfristige Kursunterstützung via Rückkäufe.
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