Xiaomi kämpft an zwei Fronten gleichzeitig – und verliert an Boden. Während das Unternehmen mit einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm versucht, den Kursverfall zu stoppen, verschärfen sich die fundamentalen Probleme. Der brutale Preiskampf im E-Auto-Geschäft trifft auf explodierende Kosten im Smartphone-Segment. Goldman Sachs reagiert mit gesenkten Prognosen.

Rückkaufprogramm zeigt keine Wirkung

Am 26. Januar kaufte Xiaomi 4 Millionen eigene Aktien der Klasse B zurück – Teil eines 2,5 Milliarden Hongkong-Dollar schweren Programms (rund 321 Millionen US-Dollar). Doch die erhoffte Stabilisierung blieb aus: Die Aktie verlor am selben Tag 2,8 Prozent. Der negative Jahrestrend setzt sich damit fort.

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Das Management sendet zwar ein Signal des Vertrauens, doch die Marktrealität spricht eine andere Sprache. Die fundamentalen Belastungen überwiegen die technische Stütze durch Rückkäufe deutlich.

E-Auto-Geschäft unter Druck

Die Kernprobleme im Überblick:

  • Aggressive Preispolitik: Siebenjährige Kredite mit Niedrigstzinsen sollen Käufer locken – ein Zeichen für den extremen Wettbewerbsdruck
  • Enttäuschende Ziele: Das Auslieferungsziel von 550.000 Fahrzeugen für 2026 liegt unter den Erwartungen
  • Margenerosion: Der Preiskampf im chinesischen E-Auto-Markt lässt die Gewinnspannen schrumpfen

Die Strategie, mit günstigen Finanzierungsangeboten Marktanteile zu erkaufen, geht zulasten der Profitabilität. Jeder verkaufte Wagen kostet das Unternehmen mehr, als er einbringt.

Chip-Krise trifft Kerngeschäft

Im traditionell starken Smartphone-Segment verschärft sich die Lage ebenfalls. Die massive Nachfrage nach KI-Chips führt zu Engpässen in der Halbleiterproduktion. Die Folge: Speicherchips für Smartphones werden teurer. Analysten erwarten für chinesische Hersteller ein schwieriges Jahr 2026, da die Komponenten einen wesentlichen Teil der Produktionskosten ausmachen.

Xiaomi sitzt damit in der Zwickmühle: Weder kann das Unternehmen im E-Auto-Geschäft profitabel wachsen, noch gelingt es, im angestammten Smartphone-Markt die Margen zu halten.

Goldman Sachs senkt Prognosen

Die Investmentbank reagierte gestern mit einem aktualisierten Research-Bericht auf die Gemengelage. Die Skepsis der Analysten basiert auf der Erkenntnis, dass beide strategischen Säulen des Konzerns gleichzeitig unter Druck geraten. Die Diversifizierungsstrategie, die eigentlich Risiken streuen sollte, multipliziert sie nun.

Der doppelte Margendruck in beiden Kernbereichen lässt wenig Spielraum für eine schnelle Erholung. Solange der Preiskampf im E-Auto-Segment anhält und die Chip-Kosten hoch bleiben, dürfte die Aktie weiter unter Druck stehen.

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