Xerox steckt mitten in einem komplexen finanziellen Umbau, der am Kapitalmarkt für Unruhe sorgt. Während das Unternehmen durch neue Joint Ventures und millionenschwere Finanzierungen versucht, seine Liquidität zu sichern, formiert sich aufseiten der Gläubiger Widerstand. Die Kombination aus einer hohen Schuldenlast und dem Ausschluss aus wichtigen Aktienindizes belastet das Vertrauen der Anleger spürbar.

Gläubiger reagieren auf neuen Finanzdeal

Hintergrund der aktuellen Bewegung ist eine weitreichende Finanztransaktion über 450 Millionen US-Dollar mit TPG Credit. Um diesen Deal zu ermöglichen, hat Xerox ein neues Joint Venture namens IPCo gegründet und seine wertvollen geistigen Eigentumsrechte sowie Marken dorthin übertragen.

Dieser Schritt blieb nicht ohne Folgen: Eine Gruppe von Kreditgebern bereitet nun eine Kooperationsvereinbarung vor, um ihre Interessen gegenüber dem Unternehmen gebündelt zu vertreten. Marktbeobachter interpretieren diesen Zusammenschluss als direkte Reaktion auf die neue Finanzierungsstruktur, die offensichtlich Fragen zur künftigen Besicherung bestehender Forderungen aufwirft.

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Index-Ausschlüsse verschärfen die Lage

Zusätzlich zur komplexen Schuldensituation sah sich Xerox in der vergangenen Woche mit einem weiteren Rückschlag konfrontiert. Das Unternehmen wurde aus mehreren wichtigen Benchmarks gestrichen, darunter der Russell 2000 Value-Dynamic Index und der Russell 3000 Value Index. Solche Anpassungen führen häufig zu automatisierten Verkäufen durch Fonds, die diese Indizes abbilden.

Doch was bedeutet diese Entwicklung für die Bewertung des Unternehmens? Die Aktie markierte am Montag mit 1,49 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und hat damit seit Jahresbeginn fast 30 Prozent an Wert verloren. Trotz der offensichtlichen operativen und strukturellen Hürden zeigen sich Analysten verhalten optimistisch. Der Konsens der Experten liegt weiterhin bei „Halten“, wobei das durchschnittliche Kursziel von 2,25 US-Dollar signifikant über dem aktuellen Kursniveau rangiert.

Fokus auf die Kapitalstruktur

Mit einer Gesamtkapitalstruktur von rund 4,2 Milliarden US-Dollar bleibt das Management gefordert, die Bilanz zu stabilisieren. Die jüngsten Bewegungen bei den Anleihekursen spiegeln die Skepsis der Investoren wider: Während vorrangig besicherte Kredite leicht zulegen konnten, notieren unbesicherte Papiere weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Trotz der angespannten Lage hält Xerox bislang an seiner Ausschüttungspolitik fest. Für Anleger bleibt der 30. April 2026 ein relevanter Termin im Kalender, da an diesem Tag die Quartalsdividende in Höhe von 0,025 US-Dollar pro Aktie ausgezahlt werden soll.

  • Schlusskurs Gestern (Montag): 1,49 €
  • Seit Jahresanfang (YTD): -29,27 %

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