Der Wiener Aktienmarkt ist nach dem freundlichen Wochenstart am Dienstag wieder etwas zurückgekommen. Der ATX verlor bis kurz nach 14 Uhr 0,40 Prozent auf 3.663,54 Punkte. Für den ATX Prime ging es 0,43 Prozent auf 1.828,59 Zähler hinab. Anders sah es im europäischen Umfeld aus, wo die meisten Indizes in der Gewinnzone notierten.

Die Inflation in der Eurozone hat im Dezember den dritten Monat in Folge zugelegt. Der Preisanstieg von 2,4 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat traf die Konsensschätzungen. Zuletzt waren Preisdaten aus Deutschland und Spanien höher als von Ökonomen erwartet ausgefallen.

Damit liegt die Inflationsrate weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). "Wir gehen zwar noch von vier weiteren Zinsschritten der EZB in diesem Jahr aus", kommentierte Ökonom Vincent Stamer von der Commerzbank. "Aber die Währungshüter dürften trotz der schwachen Konjunktur im Euroraum in Zukunft vorsichtiger agieren."

Am Nachmittag steht noch der ISM-Index der US-Dienstleister auf der Agenda. Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage am heimischen Markt ruhig.

Unter den Einzelwerten gaben BAWAG und Erste Group um bis zu 0,3 Prozent nach. Um 2,6 Prozent hinab ging es für die Papiere von Telekom Austria, während Do&Co 2,9 Prozent einbüßten. AT&S verloren nach einer mehrtägigen Erholungsrally wieder drei Prozent. Unter den Nebenwerten kamen Pierer Mobility mit minus 8,5 Prozent deutlich zurück.

An der ATX-Spitze fanden sich inzwischen voestalpine mit plus 0,6 Prozent wieder. Unter den Gewinnern befanden sich auch einige Immobilienwerte. UBM gewannen 2,4 Prozent. Noch größere Zuwächse verzeichneten lediglich Kapsch TrafficCom mit plus drei Prozent.

spa/mik

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