Weichai Power hat im Geschäftsjahr 2025 mehr verkauft als je zuvor, am Ende blieb jedoch weniger in der Kasse. Während der Umsatz neue Höchststände erreichte, drückten teure Umbaumaßnahmen bei einer Tochtergesellschaft und anhaltend hohe Forschungsausgaben den Gewinn. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die einzelnen Sparten, dass der Wandel hin zu neuen Antriebstechnologien im Konzern rasant an Fahrt aufnimmt.

Tochtergesellschaft belastet das Ergebnis

Verantwortlich für den Gewinnrückgang von gut vier Prozent auf 10,93 Milliarden Yuan war zu einem großen Teil die KION Group. Ein Effizienzprogramm bei der kontrollierten Tochtergesellschaft verursachte Kosten in Höhe von 1,28 Milliarden Yuan, was das Nettoergebnis von Weichai Power direkt mit rund 393 Millionen Yuan schmälerte. Zusätzlich hielt der Industriegigant seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 9,58 Milliarden Yuan auf einem hohen Niveau. Anleger fokussierten sich am Montag offenbar eher auf das Umsatzwachstum und schickten die Aktie um 6,65 Prozent auf 3,14 Euro nach oben.

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Neue Antriebe als Wachstumsmotor

Abseits der Gewinnbelastung zeigten die Kernbereiche eine robuste operative Entwicklung. Während der klassische Motorenabsatz nur leicht stieg, stachen das Komponentengeschäft und die Sparte für neue Energien ("Three-Electric") mit massiven Zuwächsen hervor:

  • Umsatz mit neuen Energien: Verdopplung auf 3,04 Milliarden Yuan
  • Batterieverkäufe: Anstieg um 162 Prozent
  • Hande-Achsen: Plus von 25 Prozent auf 1 Million Einheiten
  • Motorenexporte: Zuwachs von 8 Prozent auf 75.000 Stück

Diese Zahlen belegen, dass der Konzern den Übergang zu alternativen Antriebstechnologien bei schweren Nutzfahrzeugen und Maschinen beschleunigt und Synergien zwischen den verschiedenen Bauteil-Sparten erfolgreich nutzt.

Konsequenzen für das Kapital

Das Management reagiert auf die gemischte Bilanz mit zwei konkreten Kapitalmaßnahmen. Zum einen schlägt der Vorstand eine Bardividende von 3,74 Yuan je 10 Aktien vor. Zum anderen werden knapp 22 Millionen gesperrte Aktien im Wert von rund 107 Millionen Yuan aus eigenen Mitteln zurückgekauft und annulliert. Dieser Schritt erfolgt als direkte Konsequenz daraus, dass bestimmte interne Leistungsziele für die zweite Sperrfrist verfehlt wurden.

Die Annullierung der Papiere verringert die Gesamtzahl der ausstehenden Aktien und verdichtet somit den Wert der verbleibenden Anteile. Die endgültige Auszahlung der vorgeschlagenen Dividende erfordert nun noch die formelle Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung.

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