Der Verkauf der Lacksparte an den Finanzinvestor Carlyle biegt auf die Zielgerade ein. Mit der Ernennung eines designierten CEOs für die Zeit nach der Übernahme schafft BASF nun personelle Fakten. Gleichzeitig dreht der Chemiekonzern massiv an der Preisschraube, um die Margen im Kerngeschäft abzusichern.

Für das zweite Quartal 2026 wird der Abschluss der 7,7 Milliarden Euro schweren Transaktion erwartet. BASF sichert sich dabei einen Mittelzufluss von 5,8 Milliarden Euro vor Steuern und behält einen Anteil von 40 Prozent an dem Geschäft. An der Börse wird dieser konsequente Umbau honoriert: Die Aktie markierte am heutigen Montag bei 52,30 Euro exakt ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnet damit ein starkes Plus von knapp 17 Prozent seit Jahresbeginn.

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Systematische Portfoliobereinigung

Die Abspaltung der Coatings-Division ordnet sich in eine deutlich breitere Strategie ein. Das Management hat das konzernweite Einsparziel bis Ende 2026 auf 2,3 Milliarden Euro angehoben. Um diese Vorgabe zu erfüllen, trennt sich das Unternehmen derzeit konsequent von Randbereichen.

So wurden in den vergangenen Wochen bereits kleinere Sparten veräußert. Das Geschäft mit optischen Aufhellern ging an Catexel, während das Aseptrol-Portfolio an Oxidium Technologies verkauft wurde. Diese Schritte sollen das Portfolio schärfen und Ressourcen für priorisierte Marktsegmente freimachen.

Drastische Preiserhöhungen

Neben der reinen Verschlankung greift der Konzern zu weitreichenden Preisanpassungen. In Europa steigen die Preise für das Commodity-Amines-Portfolio mit sofortiger Wirkung um bis zu 30 Prozent. Eine Erhöhung im gleichen Umfang greift ab dem 1. April für ausgewählte Home-Care- und Industrieprodukte in Nord- und Südamerika. Verantwortlich für diesen Schritt sind laut Unternehmensangaben volatile Rohstoffpreise sowie stark gestiegene Logistik- und Energiekosten.

Der nächste konkrete Termin für Aktionäre ist der 30. April 2026. An diesem Tag findet die Hauptversammlung mit der geplanten Wahl von Mark Garrett in den Aufsichtsrat statt, parallel präsentiert BASF die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Quartalszahlen werden den ersten harten Beleg dafür liefern, inwieweit die laufenden Einsparmaßnahmen und die durchgesetzten Preiserhöhungen bereits positiv auf die Profitabilität durchschlagen.

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