Das operative Ergebnis im ersten Quartal 2025/26 auf 8,1 Millionen Euro eingebrochen — nach 35,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für Carl Zeiss Meditec ist das kein vorübergehender Ausrutscher, sondern Ausdruck einer strukturellen Schwäche, die Anleger seit Monaten belasten.

Preisverfall in China trifft den Kern

Der Einbruch der EBITA-Marge auf 1,7 Prozent hat einen klaren Auslöser: das China-Geschäft. Staatlich organisierte Ausschreibungsverfahren für Intraokularlinsen haben zu einem erheblichen Preisverfall geführt. Hinzu kommen negative Währungseffekte und eine gedämpfte Investitionsbereitschaft in Nordamerika. Die Übernahme des niederländischen Spezialisten Dutch Ophthalmic Research Center im April 2024 stützte zwar den Umsatz, organisch blieb die Entwicklung jedoch hinter den Erwartungen zurück.

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Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich im Kursverlauf wider: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 39 Prozent verloren. Anfang März markierte der Titel ein neues 10-Jahres-Tief. Der Index-Abstieg vom MDAX in den SDAX am 23. März verschärfte den Verkaufsdruck durch ETF-Rebalancierungen zusätzlich.

Hedgefonds setzen auf weitere Schwäche

Institutionelle Skepsis verstärkt den Druck von außen. AQR Capital Management und Kintbury Capital hielten laut Meldungen vom 10. März Netto-Leerverkaufspositionen von 1,00 beziehungsweise 1,69 Prozent. Das hohe Short-Interesse signalisiert, dass ein Teil des Marktes auf eine weitere Verschlechterung der Lage setzt — solange keine klare operative Trendwende sichtbar ist.

Am vergangenen Freitag folgte zudem der Ex-Dividende-Tag. Die Hauptversammlung hatte eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2024/25 beschlossen — leicht unter dem Vorjahreswert von 0,60 Euro. Auszahlung erfolgt am 31. März.

Halbjahreszahlen am 12. Mai als nächster Prüfstein

Für das Gesamtjahr 2025/26 erwartet das Management einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich auf rund 2,3 Milliarden Euro. Am 12. Mai legt das Unternehmen seinen Halbjahresbericht vor. Entscheidend wird sein, ob Kostenmaßnahmen und neue Produkte wie das neurochirurgische Mikroskop KINEVO 900 S die Margen spürbar stabilisieren — oder ob das China-Geschäft die Erholung erneut verhindert.

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