Für Canopy Growth bricht eine entscheidende Phase an. Bis Ende März soll die Übernahme von MTL Cannabis abgeschlossen sein. Während das Unternehmen operativ erste Fortschritte macht, bleibt die langfristige Profitabilität ein ungelöstes Problem.

Ausbau des medizinischen Geschäfts

Die Aktionäre von MTL Cannabis haben der geplanten Transaktion bereits im Februar mit fast 100 Prozent zugestimmt. Nun fehlen lediglich noch die gerichtlichen und behördlichen Freigaben. Der Abschluss der Übernahme wird noch vor Ende dieses Monats erwartet.

Canopy Growth will mit diesem Schritt seine Position im medizinischen Cannabismarkt in Kanada und Europa stärken. MTL bringt neben Anbaukapazitäten auch ein Netzwerk von Kliniken mit in den Konzern. Das Management rechnet durch die Integration mit jährlichen Kosteneinsparungen von rund 10 Millionen Dollar innerhalb der nächsten 18 Monate.

Gemischte Signale im Quartalsbericht

Parallel zur Übernahme zeigen die jüngsten Geschäftszahlen für das dritte Quartal eine leichte Stabilisierung. Der Nettoumsatz lag mit 74,5 Millionen Kanadischen Dollar über den Erwartungen der Wall Street. Besonders das medizinische Geschäft in Kanada wuchs um 15 Prozent, angetrieben durch eine steigende Zahl versicherter Patienten und größere Bestellmengen.

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Auch auf der Kostenseite gibt es Fortschritte. Der Nettoverlust konnte im Jahresvergleich um 49 Prozent reduziert werden, unter anderem durch einen Personalabbau und geringere Ausgaben für externe Dienstleister. Dennoch verfehlte Canopy mit einem Verlust von 0,18 Dollar pro Aktie die Analystenschätzungen, die lediglich ein Minus von 0,08 Dollar prognostiziert hatten.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt das internationale Geschäft. Lieferkettenprobleme in Europa sorgten für einen Umsatzrückgang von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese operativen Hürden spiegeln sich auch im langfristigen Bild wider: In den vergangenen fünf Jahren hat das Papier massiv an Wert eingebüßt, während das Unternehmen in den letzten zwölf Monaten weiterhin 78,7 Millionen Dollar im operativen Geschäft verbrannte. Eine im Januar abgeschlossene strategische Rekapitalisierung, die die Fälligkeit der Schulden bis 2031 verlängert, verschafft dem Management zumindest finanzielle Beinfreiheit.

Regulatorischer Rückenwind aus den USA

Etwas Entlastung könnte mittelfristig aus den Vereinigten Staaten kommen. Die kürzlich per Dekret beschlossene Rückstufung von Cannabis in die weniger restriktive Kategorie III erleichtert der Branche den Zugang zu Bankdienstleistungen und steuerlichen Abzügen. Canopy Growth hält sich über eine US-Tochtergesellschaft bereits für eine mögliche vollständige Legalisierung auf Bundesebene bereit.

Die unmittelbare Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die zweite Märzhälfte. Mit dem erwarteten Abschluss der MTL-Übernahme bis zum 31. März 2026 und einer vom Management prognostizierten Entspannung der europäischen Lieferketten stehen konkrete operative Meilensteine an, die die Struktur des Unternehmens im kommenden Quartal maßgeblich verändern werden.

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