Nvidia Aktie: Milliardenschwere Bewährungsprobe
Die Anspannung steigt. In wenigen Tagen muss der Chip-Gigant zeigen, ob die KI-Rallye weitergeht oder ob die Markterwartungen inzwischen unrealistische Höhen erreicht haben. Während Amazon und Google Milliarden in die Infrastruktur pumpen, richten sich alle Augen auf den 25. Februar. Kann Nvidia die extrem hohen Prognosen erneut übertreffen und den jüngsten Seitwärtstrend durchbrechen?
Die Erwartungen im Detail
Am 25. Februar nach Börsenschluss legt der Konzern die Bücher für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 offen. Die Messlatte der Wall Street liegt extrem hoch: Analysten rechnen mit einem Umsatzsprung von rund 67 Prozent auf etwa 65,5 bis 65,6 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Auch beim Gewinn je Aktie wird ein Anstieg von circa 71 Prozent erwartet.
In den vergangenen vier Quartalen gelang es dem Unternehmen regelmäßig, die Konsensschätzungen beim Gewinn um drei bis acht Prozent zu schlagen. Anleger setzen nun darauf, dass diese Serie anhält, um die massive Marktkapitalisierung von 4,4 Billionen US-Dollar zu rechtfertigen. Seit Jahresbeginn bewegt sich der Kurs bei rund 183 US-Dollar eher seitwärts.
Massive Investitionen der Tech-Giganten
Treibstoff für den Optimismus liefern die gigantischen Ausgabenpläne der großen "Hyperscaler". Alphabet, Amazon und Meta haben für das laufende Jahr massive Investitionen in ihre KI-Infrastruktur angekündigt:
- Amazon: Plant Ausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar.
- Alphabet: Kalkuliert mit 175 bis 185 Milliarden US-Dollar.
- Meta: Visiet Investitionen zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar an.
Dieser ungebrochene Investitionshunger der größten Kunden deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Nvidias Hochleistungschips stabil bleibt.
Neue Chip-Generation und China-Faktor
Technologisch bereitet sich das Unternehmen auf den nächsten Zyklus vor. Die "Vera Rubin"-Chips für Rechenzentren sollen noch in diesem Jahr an den Start gehen und befinden sich Berichten zufolge bereits in der vollen Produktion. Experten von HSBC erwarten, dass diese Systeme teurer verkauft werden können als die Vorgängergeneration "Blackwell", da sie die Kosten für KI-Inferenzprozesse um den Faktor zehn senken sollen.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt der Export nach China. Handelsminister Howard Lutnick bekräftigte kürzlich die strengen Lizenzauflagen. Allerdings beinhaltet Nvidias aktuelle Prognose ohnehin keine potenziellen Verkäufe an chinesische Kunden. Sollten sich hier die Exportbedingungen lockern, wäre dies ein reiner Bonus für die Bilanz.
Bewertung wirkt moderat
Trotz der Rekordjagd der letzten Jahre wirkt die Aktie fundamental nicht überteuert. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 24 bis 25 auf Basis der geschätzten zukünftigen Gewinne notiert Nvidia derzeit günstiger als der technologielastige Nasdaq-100-Index, der auf ein KGV von rund 26 kommt.
Fazit
Der kommende Quartalsbericht wird die Richtung für die nächsten Monate vorgeben. Entscheidend für die Kursreaktion wird nicht nur das Übertreffen der aktuellen Zahlen sein, sondern vor allem der Ausblick auf das Fiskaljahr 2027 und Details zur Einführung der Rubin-Architektur. Solange die großen Cloud-Anbieter ihre Budgets nicht kürzen, bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen für Nvidia intakt.
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