Vulcan Energy meldet Fortschritte beim Lionheart-Lithiumprojekt im Oberrheingraben. Ein erster neuer Förderbrunnen liefert bessere Testergebnisse als geplant, zugleich sind Finanzierung und Bauphase der ersten Ausbaustufe abgesichert. Wie weit ist das Projekt damit tatsächlich?

Brunnen liefert bessere Werte als geplant

Der Ablenkbohrpfad LSC-1b im Upper Rhine Valley Brine Field zeigt laut Mitteilung vom 21. Januar ein Produktionspotenzial von 105 bis 125 Litern Thermalsole pro Sekunde.

Im Entwicklungsplan waren zuvor rund 84 bis 94 Liter pro Sekunde unterstellt worden. Die höheren Förderraten stützen die Annahmen zu den geologischen Bedingungen und zum technischen Konzept der Lithiumgewinnung aus geothermischen Solen.

Bohrung im Plan

Der Brunnen wurde nach Unternehmensangaben sicher, vorzeitig und ohne meldepflichtige Ausfälle fertiggestellt. Wichtige technische Parameter wie Reservoireigenschaften, Lithiumgehalt, Temperatur und Druck liegen im oder über dem erwarteten Bereich.

Zudem lief die Testausrüstung erstmals unter Volllast. Damit konnte ein früheres Problem im Abschluss der Bohrung behoben werden, das zuvor eine vollständige Leistungsbestätigung verhindert hatte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?

Vergütung an Bauphase angepasst

Ebenfalls am 21. Januar gab Vulcan beschlossene Änderungen der Vorstandsvergütung bekannt. Sie gelten rückwirkend ab 1. Januar und stehen im Zusammenhang mit dem Start der Bauphase von „Phase One Lionheart“ im Dezember.

Eckpunkte der Anpassungen

  • Feste Vergütung von CEO Cris Moreno: 804.000 AUD zuzüglich Pensionsbeiträge
  • Feste Vergütung von CFO Felicity Gooding: 670.000 AUD zuzüglich Pensionsbeiträge
  • Kurzfristige Bonus-Chance für beide erhöht von 25 % auf 50 % des Fixgehalts
  • Langfristige Vergütungsstruktur unverändert, absolutes Volumen steigt mit der Basisvergütung

Der Aufsichtsrat verweist zur Begründung auf den Übergang von der Entwicklungs- in die Umsetzungsphase und auf die höhere Komplexität der internationalen Aktivitäten.

Finanzierung und Zeitplan des Projekts

Die erste Ausbaustufe des Lionheart-Projekts ist nach Unternehmensangaben seit Dezember durchfinanziert. Grundlage ist ein im Dezember 2025 gesichertes Paket, zu dem ein Kredit der Europäischen Investitionsbank über 250 Mio. Euro gehört.

Geplant ist eine jährliche Produktionskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat. Zusätzlich sollen pro Jahr rund 275 GWh erneuerbare Stromerzeugung und 560 GWh Wärme anfallen. Der Start der kommerziellen Lithiumproduktion ist für 2028 vorgesehen.

Beschlüsse der Hauptversammlung und Kapitalbasis

Am 12. Januar fand eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Der einzige zur Abstimmung stehende Beschluss wurde per Urabstimmung angenommen.

Bereits Ende Dezember hatte das Unternehmen eine Bezugsrechtsemission für Privatanleger abgeschlossen. Damit wurde die Eigenkapitalbasis vor dem Hochlauf der Bauaktivitäten gestärkt.

Einordnung der aktuellen Meilensteine

Mit den Testergebnissen der LSC-1b-Bohrung, den angepassten Managementanreizen und der gesicherten Finanzierung liegen mehrere Bausteine für die Umsetzung der ersten Projektphase vor. Entscheidend wird nun, ob weitere Bohrungen und der Anlagenbau in den kommenden Jahren im vorgesehenen technischen und zeitlichen Rahmen bleiben, um das Ziel der Erstproduktion 2028 zu erreichen.

Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 26. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...