Vulcan Energy Aktie: Anlegers Liebling
Vulcan Energy hat mit einem starken Produktionstest seines ersten neuen Lionheart-Brunnens die Erwartungen übertroffen und zugleich die Vergütungssituation im Management neu geregelt. An der Börse sorgte das Paket aus operativen Fortschritten und Governance-News für spürbare Bewegung, auch wenn der Kurs im größeren Bild weiterhin schwankungsanfällig bleibt. Wie sind die Ergebnisse einzuordnen?
Produktionstest über Plan
Am 21. Januar meldete Vulcan Energy erfolgreiche Produktionstestergebnisse aus dem Sidetrack-Brunnen LSC‑1b im Oberrheingraben. Der Test bestätigte eine Förderkapazität von 105 bis 125 Litern pro Sekunde. Damit liegt der Brunnen klar über den Annahmen des Entwicklungsplans, der mit 84 bis 94 Litern pro Sekunde kalkuliert hatte.
Bereits im November 2025 hatte das Unternehmen positive Bohrergebnisse kommuniziert, konnte die Produktionsleistung damals aber noch nicht verifizieren, da ein fertigstellungsbezogenes Problem offen war. Dieses Thema gilt mit dem aktuellen Test nun als gelöst.
Wichtige Untergrundparameter wie Lithiumgehalt, Temperatur, Reservoirqualität und Matrixpermeabilität entsprechen nach Unternehmensangaben weiterhin den Erwartungen oder liegen darüber.
Bohrleistung und Sicherheit
Durchgeführt wurde der LSC‑1b‑Brunnen von Vercana, der vollständig in Vulcans Besitz befindlichen Bohrtochter. Die Arbeiten wurden sicher, vor dem Zeitplan und ohne Arbeits-, Sicherheits- oder Umweltvorfälle abgeschlossen. Zudem berichtete das Unternehmen von keiner unproduktiven Zeit („zero non-productive time“).
LSC‑1b ist der fünfte Brunnen der Phase‑1‑Entwicklung. Vier Brunnen sind bereits in Produktion. Der erfolgreiche Test gilt damit als weiterer operativer Baustein für die erste Projektphase Lionheart.
Anpassungen der Vorstandsvergütung
Ebenfalls am 21. Januar veröffentlichte Vulcan Änderungen der Vergütung des Top-Managements, wirksam seit dem 1. Januar 2026:
- CEO Cris Moreno: Erhöhung der festen Vergütung auf 804.000 AUD zuzüglich Superannuation. Zudem übernimmt Moreno den Vorsitz der Advisory Boards von Vulcan Energie Ressourcen GmbH und VER GEO LIO GmbH.
- CFO Felicity Gooding: Erhöhung der festen Vergütung auf 670.000 AUD zuzüglich Superannuation. Gooding wird zusätzlich zur Finanzchefin zur gemeinsamen Geschäftsführerin der Vulcan Energie Ressourcen GmbH ernannt.
Die kurzfristigen variablen Vergütungsziele (Short-Term Incentives) für beide Führungskräfte werden von 25 % auf 50 % der festen Vergütung verdoppelt. Der zusätzliche Anteil unterliegt einer zwölfmonatigen Vesting-Periode, bevor er vollständig zufällt.
Vulcan begründet die Anpassungen mit dem Übergang von der Entwicklungs- in die Umsetzungsphase nach Abschluss der Projektfinanzierung und dem Baustart im Dezember 2025.
Kursverlauf und Bewertung
Am Tag der Meldungen schloss die Aktie bei 4,45 AUD, ein Plus von 3,49 % gegenüber dem Vortag. Am Veröffentlichungstag des Produktionstests legte der Titel intraday um 5,29 % zu. Zwei Handelstage später notierte das Papier bei 4,46 AUD, was einem Rückgang von 1,33 % gegenüber der vorherigen Sitzung entspricht. Auf Sicht von rund einem Monat ergibt sich dennoch ein Kursplus von etwa 10 %.
Über drei Monate betrachtet ist die Bilanz jedoch deutlich schwächer: Der Kurs liegt in diesem Zeitraum knapp 30 % im Minus (‑29,98 %). Auf Jahressicht ergibt sich für Aktionäre inklusive Kursverlauf und etwaiger Ausschüttungen eine Gesamtrendite von 2,51 %.
Bewertungsseitig wird Vulcan derzeit mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 3,8 gehandelt. Das liegt unter dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen, der bei 6,9 liegt, aber über dem Mittelwert des australischen Metall- und Minensektors von 2,8.
Analystenblick
Berenberg bestätigte am 13. Januar seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 5,90 AUD. Konkrete Anpassungen über die Bestätigung der positiven Einschätzung hinaus wurden nicht berichtet.
Projektstatus und nächste Schritte
Die erste Projektphase Lionheart ist seit dem im Dezember 2025 gesicherten Finanzierungspaket vollständig durchfinanziert. Das integrierte Lithium- und Erneuerbare-Energien-Projekt zielt auf eine jährliche Produktionskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ab. Laut Unternehmensangaben reicht dies für rund 500.000 Batterien in Elektrofahrzeugen.
Zusätzlich ist eine jährliche Erzeugung von 275 GWh erneuerbarem Strom und 560 GWh Wärme für regionale Abnehmer geplant. Die erste kommerzielle Lithiumproduktion peilt Vulcan für das Jahr 2028 an.
Vercana soll den Entwicklungsplan im Feld weiter umsetzen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 ist der Einsatz eines zweiten Bohrgeräts vorgesehen, um das Bohrprogramm zu beschleunigen. Als nächster zeitlicher Fixpunkt steht der Quartalsbericht am 24. März 2026 an, der weitere Einblicke in den Projektfortschritt und die finanzielle Entwicklung liefern dürfte.
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