Vulcan Energy Aktie: Projekt kommt voran
Vulcan Energy meldet einen wichtigen operativen Fortschritt in Deutschland. Ein Produktionstest an der ersten neuen Lionheart-Bohrung übertrifft die internen Erwartungen deutlich, die Aktie legte in den Tagen nach der Meldung um mehr als 7 % zu. Entscheidend ist dabei nicht nur der starke Test, sondern auch, dass das Projekt inzwischen voll finanziert und die Bauphase offiziell gestartet ist.
Stärkere Förderrate als geplant
Beim Phase-One-Projekt Lionheart im Oberrheingraben erreichte die seitlich abgelenkte Bohrung LSC‑1b einen Productivity Index (PI) von 2,1 bis 2,5 Litern pro Sekunde je Bar. Auf Basis des geplanten Betriebsdruckabfalls von 50 bar entspricht das Förderraten von 105 bis 125 Litern pro Sekunde.
Diese Werte liegen klar über den Annahmen des Field Development Plans, der im Mittel mit 84 bis 94 Litern pro Sekunde pro Bohrung kalkuliert. Die Testanlage lief dabei bereits an ihrer Kapazitätsgrenze, was die Lieferfähigkeit der Bohrung zusätzlich unterstreicht.
Zentrale Ergebnisse im Überblick
- Produktionspotenzial: 105 bis 125 L/s
- Productivity Index: 2,1 bis 2,5 L/s/bar
- Lithiumgehalt, Temperatur und Gesteinsdurchlässigkeit erfüllen oder übertreffen die Erwartungen
- Fünfte Bohrung in Phase One, vier Bohrungen bereits in Betrieb
- Keine HSE-Vorfälle während der Bohrarbeiten
Bauphase gestartet, Finanzierung gesichert
Die starken Testergebnisse fallen in eine Phase, in der das Unternehmen den Übergang von Planung zu Umsetzung vollzieht. Im Dezember 2025 wurde die Gesamtfinanzierung für das Projekt abgeschlossen, darunter 250 Mio. Euro von der Europäischen Investitionsbank. Im gleichen Monat begann in Landau der Bau der kommerziellen Anlage zur geothermischen Lithiumgewinnung.
Phase One zielt auf eine jährliche Produktionskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat ab. Das entspräche Material für rund 500.000 Batterien für Elektrofahrzeuge pro Jahr. Zusätzlich sollen pro Jahr etwa 275 GWh erneuerbare Stromproduktion und 560 GWh Wärme für lokale Abnehmer anfallen, ausgelegt auf eine Projektlaufzeit von rund 30 Jahren.
Anpassungen bei der Vorstandsvergütung
Parallel zu den operativen Fortschritten passt Vulcan Energy die Vorstandsvergütung an die neue Projektphase an. Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 erhöht der Aufsichtsrat die Fixgehälter und erweitert die variablen Anreize im Zuge des Übergangs von der Entwicklungs‑ zur Umsetzungsphase.
- Das feste Jahresgehalt von CEO Cris Moreno steigt auf 804.000 US‑Dollar zuzüglich betrieblicher Altersvorsorge
- CFO Felicity Gooding erhält künftig 670.000 US‑Dollar fix plus Altersvorsorge
- Die kurzfristige Bonusmöglichkeit (Short-Term Incentive) wird von 25 % auf 50 % des Fixgehalts verdoppelt
Moreno übernimmt zusätzlich den Vorsitz der Advisory Boards von Vulcan Energie Ressourcen GmbH und VER GEO LIO GmbH. Gooding wird zur gemeinsamen Geschäftsführerin der deutschen Holdinggesellschaft ernannt.
Bohrprogramm wird ausgeweitet
Die Konzerntochter Vercana, Vulcans eigene Bohrgesellschaft, hat die Bohrung LSC‑1b sicher und vor dem Zeitplan fertiggestellt. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll ein zweites Bohrgerät mobilisiert werden, damit das Bohrprogramm parallel zum Anlagenbau voranschreitet.
Der Field Development Plan sieht insgesamt 24 zusätzliche Produktions- und Reinjektionsbohrungen für das integrierte Geothermie- und Lithiumprojekt vor. Die Planung für den Start der kommerziellen Lithiumproduktion bleibt unverändert: Der erste Output wird weiterhin für 2028 angepeilt.
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