Vulcan Energy Aktie: Vielversprechender Fortschritt
Vulcan Energy meldet starke Produktionstestergebnisse aus seinem ersten neuen Lionheart-Bohrloch im Oberrheingraben. Die Aktie legt zu, nachdem der Konzern deutlich über den Annahmen liegende Förderraten bestätigt hat und zugleich Finanzierung und Projektplan für die erste Ausbauphase untermauert.
Starke Testergebnisse im Lionheart-Feld
Die Produktionstests am Bohrloch LSC-1b (Sidetrack) ergaben sehr hohe Durchflussraten, wobei die Testanlagen bereits an ihrer Kapazitätsgrenze liefen. Die Resultate stützen den Field Development Plan (FDP) für das Lionheart-Projekt und erhöhen das Vertrauen in die geologischen Annahmen zum Start der Vollkonstruktion.
Zentrale Kennzahlen aus dem Test:
- Förderpotenzial: 105 bis 125 Liter pro Sekunde
- Lithiumgehalt: Erfüllt oder übertrifft die Annahmen des Field Development Plans
- Temperatur und Reservoireigenschaften: Entsprechen den Entwicklungsprognosen
- Matrixpermeabilität: Innerhalb der im FDP definierten Parameter
Der Testabschnitt entspricht der offenen Bohrstrecke in den Buntsandstein-Formationen in einer Tiefe von rund 2.680 bis 3.128 Metern (vertikale Tiefe).
Damit zeigt sich: Die technischen Grundlagen für die geplante Erschließung des Lionheart-Feldes erscheinen solide.
Vercana mit guter operativer Performance
Die 100%-Tochter Vercana, verantwortlich für die Bohraktivitäten, schloss das Bohrloch LSC-1 sicher und vor dem Zeitplan ab. Laut Unternehmen traten während der Bohrarbeiten keine HSE-Vorfälle und keine nennenswerten Ausfallzeiten auf.
LSC-1 ist der fünfte Bohrplatz der Phase Eins, vier Bohrungen sind bereits in Produktion. Vercana setzt die Umsetzung des Field Development Plans fort; im zweiten Halbjahr 2026 soll ein zweites Bohrgerät mobilisiert werden, um den Ausbau zu beschleunigen.
Finanzierung für Phase Eins gesichert
Die positiven Testergebnisse folgen kurz nach dem Abschluss eines umfangreichen Finanzierungspakets für das Lionheart-Projekt der ersten Phase. Ende Dezember 2025 meldete Vulcan eine zugesagte Gesamtfinanzierung von 2,2 Milliarden Euro durch die Europäische Investitionsbank und ein Konsortium aus 13 Geschäftsbanken.
Wichtige Rahmendaten der Phase Eins:
- Finanzierungsvolumen: 2,2 Mrd. Euro
- Rechtsrahmen: 17 Lizenzen nach Bundesberggesetz
- Gebiete: Insheim-, Landau- und Rift-Lizenzen im Oberrheingraben-Solefeld
Die Kombination aus gesicherter Finanzierung und nun bestätigten Förderparametern reduziert Projektrisiken in der frühen Umsetzungsphase.
Zeitplan und strategische Rolle
Vulcan peilt den Start der ersten kommerziellen Lithiumproduktion aus Phase Eins im Jahr 2028 an. Nach Unternehmensangaben ist für diese Projektphase vorgesehen:
- Jährliche Produktionskapazität: 24.000 Tonnen Lithium
- Kostenstruktur: Operative Kosten unter Branchenschnitt erwartet
- Nachhaltigkeit: Sehr hohe Umweltstandards
- Strategische Versorgung: Direkte Belieferung europäischer Batterie- und E-Auto-Hersteller
Die Errichtung der Lithium- und erneuerbaren Energieanlagen der Phase Eins soll parallel zu den weiteren Bohraktivitäten erfolgen.
Anpassungen bei der Vorstandsvergütung
Separat teilte Vulcan am 21. Januar 2026 Änderungen bei der Vergütung des Managements mit. Die feste Vergütung von Managing Director und CEO Cris Moreno steigt auf 804.000 US-Dollar zuzüglich Altersvorsorgeleistungen. Das Unternehmen begründet dies mit dem Übergang von der Entwicklungs- in die Bauphase des Projekts.
Marktumfeld und Analysteneinschätzungen
Die Aktie von Vulcan Energy notiert derzeit bei rund 4,52 AUD und bewegt sich damit im unteren Bereich der 52‑Wochen-Spanne von 3,36 bis 7,52 AUD.
Analystenseitig liegt ein positives Bild vor:
- Konsens-Rating: „Strong Buy“ von drei Analysten
- Berenberg: „Buy“ mit Kursziel 5,90 AUD (zuvor 7,50 AUD), Anpassung Mitte Januar aufgrund Verwässerung durch die jüngste Kapitalerhöhung
- Durchschnittliches Kursziel: 7,50 AUD
- Spanne der Kursziele: 5,90 bis 10,50 AUD
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung werden nun die Einhaltung des Projektzeitplans bis 2028 und die Bestätigung der heute gemeldeten technischen und wirtschaftlichen Annahmen in den nächsten Bohr- und Bauphasen sein.
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