Vulcan Energy meldet starke Testergebnisse aus dem Projekt in Landau, eine klar positive Analystenlage und Rückenwind aus Brüssel. Entscheidend ist dabei vor allem die technische Bestätigung der Förderleistung, die zentrale Annahmen des Entwicklungsplans übertrifft.

Stärkerer Zufluss als geplant

Auslöser für den jüngsten Aufwärtstrend sind die bestätigten Ergebnisse des Ablenkbohrlochs LSC-1b. Laut Mitteilung von gestern lag die Förderrate im Produktionstest zwischen 105 und 125 Litern pro Sekunde.

Damit übertrifft der Test die im Field Development Plan (FDP) zugrunde gelegten Annahmen deutlich. Für die kommerzielle Tragfähigkeit waren dort lediglich 84 bis 94 Liter pro Sekunde erforderlich. Die nun bestätigten Werte stützen die Planung einer jährlichen Produktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Förderleistung: 105–125 l/s (Plan: 84–94 l/s)
  • Reservoirqualität: Der Solefluss reicht aus, um den kommerziellen Betrieb ohne zusätzliche, kostenintensive Eingriffe abzusichern.
  • Energieseite: Die bestätigten Raten sichern zugleich die Ziele von 275 GWh erneuerbarem Strom und 560 GWh Wärme pro Jahr aus der Koppelproduktion.
  • Zeitplan: Die technische Validierung unterstützt das Ziel, den kommerziellen Betrieb 2028 aufzunehmen.

Analysten sehen klares Aufwärtspotenzial

Nach den jüngsten Nachrichten verändert sich die Marktbewertung des Titels schrittweise. Die Aktie notiert derzeit bei rund 4,50 AUD und liegt damit in etwa auf Höhe einer jüngsten Einzelstudie mit „Hold“-Einstufung.

Im breiteren Analystenbild überwiegt jedoch ein deutlich positiverer Ton. Die aktuelle Konsensmeinung lautet „Strong Buy“. Große Datenanbieter melden ein durchschnittliches Kursziel von etwa 7,50 AUD, was einem möglichen Aufschlag von über 60 % gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht.

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Diese Diskrepanz spiegelt unterschiedliche Schwerpunkte wider: Ein Teil des Marktes preist vor allem die Umsetzungs- und Baurisiken ein, während andere die bestätigte Ressourcengrundlage mit einer Laufzeit von 30 Jahren stärker gewichten.

Management auf Bauphase ausgerichtet

Zum Jahresbeginn hat Vulcan die Unternehmensstruktur klar auf die Ausführungsphase ausgerichtet. Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein neues Vergütungsmodell, das den Übergang von der Entwicklung zur Errichtung der Anlagen abbildet.

Wesentliche Anpassungen:

  • CEO Cris Moreno: Fixgehalt auf 804.000 USD erhöht, zudem erweiterte Verantwortung als Vorsitzender der deutschen Beiräte.
  • CFO Felicity Gooding: Vergütung auf 670.000 USD festgelegt; zusätzlich Funktion als Joint Managing Director der deutschen Holdinggesellschaft.
  • Variable Vergütung: Kurzfristige Anreize (STI) wurden auf 50 % verdoppelt. Sie sind direkt an die strikten Bau-Meilensteine gekoppelt, die mit dem im Dezember 2025 gesicherten Finanzierungsrahmen von 2,2 Milliarden Euro verknüpft sind.

Damit wird die Führungsebene deutlich enger an den Fortschritt der Bauphase und die Erfüllung der Finanzierungsauflagen gebunden.

Politischer Rückenwind aus Brüssel

Am 21. Januar 2026 ist Vulcan einem Industriebündnis beigetreten, dem unter anderem Eramet und Imerys angehören. In einem gemeinsamen Schreiben an die EU-Kommission fordert die Gruppe, dass bis 2031 mindestens 20 % des in europäischen Batterien eingesetzten Lithiums in Europa gewonnen, verarbeitet oder recycelt werden.

Für Vulcan hätte eine solche Vorgabe große Tragweite. Eine entsprechende EU-Quote würde faktisch einen Absatzmarkt für die komplette geplante Produktion sichern und die Abhängigkeit von Preiskämpfen mit nicht-europäischen Anbietern deutlich reduzieren.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

  • Aktueller Kurs: ca. 4,52 AUD (heute)
  • Marktkapitalisierung: rund 2,13 Mrd. AUD
  • Bestätigte Förderrate: 105–125 l/s (Plan: 84–94 l/s)
  • Geplanter Produktionsstart: 2028
  • Analystenkonsens: Strong Buy, durchschnittliches Kursziel ca. 7,50 AUD

Ausblick: Fokus auf Baufortschritt

Mit der gesicherten Gesamtfinanzierung und der nun technisch bestätigten Ressourcenkapazität sind die zwei größten spekulativen Risikofaktoren weitgehend ausgeräumt. In den kommenden Quartalen dürfte die Kursentwicklung daher weniger von kurzfristigen Lithiumpreisschwankungen abhängen und stärker dem tatsächlichen Baufortschritt der Anlage in Landau folgen.

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