Vulcan Energy Aktie: Jahresbericht und neuer Bohrpartner
Vulcan Energy Resources hat vergangene Woche seinen Jahresabschluss 2025 veröffentlicht — und gleichzeitig einen weiteren Auftragnehmer für das Lionheart-Projekt unter Vertrag genommen. Die Kombination aus wachsenden Verlusten und konkreten Baufortschritten zeichnet das typische Bild eines Unternehmens mitten in der kapitalintensivsten Phase seiner Geschichte.
Verluste steigen, Kasse ist gefüllt
Der Nettoverlust für das Geschäftsjahr 2025 weitete sich auf 69,6 Millionen Euro aus, nach 42,4 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz lag bei 7,35 Millionen Euro — ein Rückgang von rund 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen überraschen wenig: Seit Dezember 2025 befindet sich das Unternehmen in der aktiven Bauphase, die naturgemäß Kapital verschlingt, bevor es Erträge generiert.
Die Finanzierungsseite ist dabei solide aufgestellt. Das Lionheart-Projekt ist vollständig finanziert, gestützt durch ein im Dezember abgeschlossenes Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro. Zum Ende des Dezemberquartals verfügte Vulcan über eine Kassenposition von 523 Millionen Euro.
Expro übernimmt Bohrtests am Schleidberg
Ein konkreter Baufortschritt: Die Bohrspezialisten von Expro werden Bohrtestdienstleistungen für den ersten Schleidberg-Brunnen übernehmen. Zum Einsatz kommt dabei Expros GeoFlow™-System, das Reservoircharakterisierung, Flüssigkeitsanalyse und Leistungsbewertung ermöglicht. Die gewonnenen Untergrundsdaten sollen die geothermische Ausbeute optimieren und das Lithiumpotenzial der Sole bewerten — ein notwendiger Schritt vor der kommerziellen Produktion.
Parallel dazu hat Vulcan die Vorbereitungsarbeiten am zweiten Standort Trappelberg im Landkreis Südliche Weinstraße aufgenommen. Die eigentlichen Bohrarbeiten dort sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Insgesamt sollen fünf neue Bohrstandorte in der Region entstehen.
Regulatorischer Rückenwind
Auf der Genehmigungsseite hat sich Vulcan ebenfalls abgesichert. Für das Insheim-Gebiet im Oberrheintal wurde die erste Produktionslizenz ihrer Art in Rheinland-Pfalz erteilt — bekannt als LiThermEx. Die Lizenz gilt zunächst für sechs Jahre, soll aber auf die geplante 30-jährige Projektlaufzeit ausgedehnt werden. Zudem wurde das Lionheart-Projekt als strategische Initiative im Rahmen des EU-Critical Raw Materials Act eingestuft.
Auf der Absatzseite sind rund 72 Prozent des vertraglich gesicherten Volumens für das erste Produktionsjahrzehnt durch Fest- oder Mindestpreisvereinbarungen abgedeckt. Zu den Abnehmern zählen Glencore, Stellantis, Umicore und LG Energy Solution.
Verfallene Performance Rights und nächste Termine
Am 20. März verfielen 413.811 Performance Rights der Klasse VULAC, weil die zugehörigen Ausübungsbedingungen nicht fristgerecht erfüllt wurden. Das reduziert zwar ein potenzielles Verwässerungsrisiko, signalisiert aber auch, dass bestimmte interne Meilensteine nicht erreicht wurden.
Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief und damit deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Anleger erhalten am 29. April mit dem Q1-2026-Quartalsbericht die nächste Gelegenheit zu beurteilen, ob das Management die Kosten im laufenden Bauprozess im Griff behält. Die Hauptversammlung folgt am 28. Mai.
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