Vulcan Energy meldet solide operative Fortschritte beim Lionheart-Projekt im Oberrheingraben. Ein erfolgreicher Produktionstest und vollständig gesicherte Finanzierung untermauern den Übergang von der Entwicklungs- in die Umsetzungsphase. Wie gut passt die technische Performance zu den bisherigen Planannahmen?

Produktionstest übertrifft Planwerte

Am 21. Januar veröffentlichte Vulcan Produktionstestergebnisse aus dem Sidetrack-Bohrloch LSC-1b im Rahmen des Lionheart-Projekts in Deutschland.

Wichtige Eckdaten:

  • Gemessene potenzielle Förderrate: 105–125 Liter pro Sekunde
  • Ursprünglich im Entwicklungsplan modelliert: 84–94 Liter pro Sekunde
  • Ort: LSC-1b Sidetrack, Oberrheingraben, Deutschland

Damit liegt die getestete Förderkapazität klar über den bisherigen Modellannahmen der Feldentwicklungsplanung.

Der Test folgte auf die Behebung eines Abschlussproblems (Completion), das im Zusammenhang mit den ersten Bohrergebnissen im November 2025 eine Leistungsüberprüfung zunächst verhindert hatte.

Subsurface-Parameter im Rahmen der Erwartungen

Neben der Förderrate meldete Vulcan, dass mehrere zentrale Untergrundparameter die Erwartungen erfüllten oder übertrafen. Dazu zählen insbesondere:

  • Lithiumkonzentration
  • Temperatur
  • Reservoireigenschaften
  • Matrixpermeabilität

LSC-1b ist die erste neue Bohrung für das kommerzielle Phase-One-Projekt Lionheart seit Beginn der Bauarbeiten im Dezember 2025. Insgesamt handelt es sich um den fünften Bohrplatz in der Phase-One-Entwicklungszone, in der bereits vier bestehende Bohrungen in Produktion sind.

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Die Bohrarbeiten wurden von Vercana, der vollständig im Konzern verankerten Bohrtochter von Vulcan, abgeschlossen. Laut Unternehmen erfolgte dies sicher, vorzeitig, ohne unproduktive Zeit und ohne meldepflichtige Arbeits-, Sicherheits- oder Umweltvorfälle.

Anpassung der Vorstandsvergütung

Ebenfalls am 21. Januar gab Vulcan vom Aufsichtsrat genehmigte Änderungen der Vorstandsvergütung bekannt, wirksam seit 1. Januar 2026. Begründet wurde dies mit dem Übergang von der Projektentwicklung hin zur operativen Umsetzung, nachdem die Gesamtfinanzierung gesichert und der Bau im Dezember 2025 angelaufen war.

Konkret wurden laut EQS-Mitteilung folgende Fixgehälter festgelegt:

  • CEO: 804.000 AUD zuzüglich Pensionsbeiträge
  • CFO: 670.000 AUD zuzüglich Pensionsbeiträge

Zudem wurde die kurzfristige Bonusmöglichkeit (Short-Term Incentive) für beide Positionen von bisher 25 % auf 50 % des Fixgehalts angehoben.

Finanzierung und Produktionsziele

Die operativen Neuigkeiten folgen auf einen Finanzierungsabschluss im Dezember 2025: Vulcan sicherte sich ein Paket über 2,2 Milliarden Euro, das die Phase One des Lionheart-Projekts vollständig durchfinanziert. Die Europäische Investitionsbank steuert davon 250 Millionen Euro bei.

Die Ziele für Phase One Lionheart im Überblick:

  • Geplante Jahresproduktion: 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat
  • Interne Schätzung: ausreichend für rund 500.000 Elektrofahrzeug-Batterien pro Jahr
  • Koppelprodukte: 275 GWh erneuerbare elektrische Energie und 560 GWh thermische Energie jährlich für regionale Abnehmer
  • Anvisierter Start der kommerziellen Lithiumproduktion: 2028

Zur Beschleunigung des Feldentwicklungsprogramms soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 ein zweites Bohrgerät eingesetzt werden.

Kursreaktion der Aktie

Die Kombination aus operativer Meldung und Vergütungsanpassung stützte den Kurs zunächst. Laut MarketScreener legte die Aktie am 21. Januar um rund 5 % zu.

Die Notierung zeigte in der Folge allerdings Schwankungen. Daten von Fintel zufolge lag der Kurs am 23. Januar bei 4,46 AUD. Damit spiegelt der Markt kurzfristig eine gewisse Volatilität wider, während die Projektumsetzung mit gesicherter Finanzierung und über Plan liegenden Testergebnissen weiter voranschreitet.

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