Der australische Lithium-Entwickler hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Die Finanzierung für das Vorzeigeprojekt Lionheart ist vollständig gesichert. Während der Kurs nach der jüngsten Kapitalerhöhung konsolidiert, baut der strategische Partner HOCHTIEF seine Beteiligung deutlich aus. Mit gefüllten Kassen wechselt der Fokus nun von der Geldbeschaffung zur operativen Umsetzung, doch die Volatilität bleibt ein Begleiter.

HOCHTIEF baut Position aus

Ein zentraler Aspekt der jüngsten Entwicklung ist das starke Bekenntnis des Baukonzerns HOCHTIEF. Nachdem Vulcan Energy Ende Dezember 2025 den Privatkunden-Teil seiner Kapitalerhöhung abgeschlossen hatte, übernahm HOCHTIEF die nicht gezeichneten Aktien. Durch diesen Schritt stieg der Anteil des Essener Unternehmens an Vulcan auf rund 15,41 Prozent.

Die Kapitalmaßnahme brachte insgesamt rund 147 Millionen Euro (263 Millionen AUD) zu einem Ausgabepreis von 4,00 AUD je Aktie ein. Dass ein europäischer Industrieriese wie HOCHTIEF hier massiv nachlegt, werten Marktbeobachter als Vertrauensbeweis in das Geschäftsmodell der klimaneutralen Lithiumproduktion. Gleichzeitig vereinfacht dieser Schritt die Kapitalstruktur, da zuvor angedachte bedingte Platzierungen entfallen.

2,2 Milliarden Euro für die Produktion

Der eigentliche Treiber für die Neubewertung der Situation ist jedoch das nun komplettierte Finanzierungspaket über insgesamt 2,2 Milliarden Euro für die erste Phase des Lionheart-Projekts. Damit ist der Weg zur kommerziellen Produktion, die für 2028 angepeilt wird, finanziell geebnet. Das Paket setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

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  • Fremdkapital: 1,185 Milliarden Euro von 13 Finanzinstituten, darunter die Europäische Investitionsbank (EIB).
  • Eigenkapital: 545 Millionen Euro durch die Platzierung bei Institutionen und Privatanlegern.
  • Staatliche Förderung: 204 Millionen Euro an Zuschüssen der Bundesregierung.
  • Strategische Partner: Weitere Mittel durch Konsortien und den KfW-Rohstofffonds.

Besonders die Beteiligung der EIB mit 250 Millionen Euro unterstreicht die politische Dimension: Das Projekt soll jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid liefern – genug für rund 500.000 Elektrofahrzeuge – und damit die europäische Unabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen stärken.

Fokus auf Umsetzung

Mit dem Status "vollständig finanziert" entfällt für Vulcan Energy ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor, der bei Entwicklungsunternehmen oft für einen Bewertungsabschlag sorgt. Das Management betont, dass die vorhandenen Mittel ausreichen, um das Unternehmen bis zu den ersten operativen Cashflows zu finanzieren. Weitere Kapitalerhöhungen sind damit kurzfristig nicht zu erwarten.

Die Aktie notierte zuletzt bei 4,40 AUD, was einer Marktkapitalisierung von rund 1,81 Milliarden AUD entspricht. Trotz der positiven Nachrichten bleibt der Titel volatil, was für den Übergang von der Entwicklungs- in die Bauphase typisch ist. In den kommenden Monaten wird der Kursverlauf primär davon abhängen, ob Vulcan die angekündigten Zeitpläne beim Bau der Anlagen präzise einhalten kann.

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