Vulcan Energy hat für sein Zero Carbon Lithium-Projekt in Deutschland eine Finanzierung von 2,2 Milliarden Euro gesichert. Damit geht das Lionheart-Projekt in die Bauphase über. Der australische Lithiumproduzent steht nun vor der Herausforderung, eines der ambitioniertesten Batteriematerialprojekte Europas umzusetzen.

Wichtigste Fakten:

  • Finanzierungspaket: 2,2 Milliarden Euro
  • Kassenbestand Ende Q4 2025: 523 Millionen Euro
  • Produktionsziel Phase Eins: 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid jährlich
  • Deutsche Bundesregierung: über 350 Millionen Euro Förderung

Finanzierung steht

Das 2,2-Milliarden-Euro-Paket positioniert Lionheart als eines der kapitalstärksten Batteriematerialprojekte Europas. Der Vorstand genehmigte im Dezember 2025 die finale Investitionsentscheidung. Laut Quartalsbericht verzeichnete Vulcan Energy im vierten Quartal 2025 Netto-Zuflüsse von über 508 Millionen Euro aus Finanzierungsaktivitäten.

Die deutsche Bundesregierung und verbundene Entwicklungsinstitutionen haben mehr als 350 Millionen Euro über Eigenkapital und Zuschüsse zugesagt. Die Förderung unterstreicht die strategische Bedeutung einer heimischen Lithiumproduktion für Europas Batterielieferkette.

Erfolgreicher Bohrtest im Oberrheingraben

Am 21. Januar 2026 meldete Vulcan Energy erfolgreiche Produktionstests an der ersten neuen Lionheart-Bohrung im Oberrheingraben. Die Ergebnisse bestätigten eine starke Förderleistung, die die Phase-Eins-Pläne unterstützt.

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Die Bauarbeiten laufen an mehreren Standorten, darunter die integrierte Lithium- und Geothermieanlage in Landau sowie die zentrale Verarbeitungsanlage in Frankfurt-Höchst. Das Unternehmen berichtete von positiven Bohrergebnissen an der vertikalen LSC-1-Bohrung am Standort Schleidberg.

Abschreibung auf LSC-1a

Im Quartal erfasste Vulcan eine zahlungsunwirksame Wertminderung von 7,8 Millionen Euro für die LSC-1a-Seitenbohrung am Schleidberg-Standort. Laut Quartalsbericht erwies sich die Vervollständigung als instabil, was zu lokalen Bohrlocheinbrüchen während der Reinigung führte. Die Seitenbohrung wurde verschlossen und aufgegeben.

Eine Folge-Seitenbohrung, LSC-1b, wurde im Januar 2026 mit optimiertem Design gebohrt. Diese Bohrung bestätigte die Förderratenannahmen gemäß dem Lionheart Field Development Plan. Die Produktionstestausrüstung lief unter maximaler Kapazität.

Abnahmeverträge sichern Umsätze

Die Finanzstruktur wird durch langfristige Handelsvereinbarungen gestützt. Vulcan hat mit Glencore einen Abnahmevertrag über 36.000 bis 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid in den ersten acht Produktionsjahren unterzeichnet.

Phase Eins zielt auf eine Jahresproduktion von 24.000 Tonnen batteriefähigem Lithiumhydroxid ab – ausreichend für Batterien von rund 500.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr. Das Projekt soll neben der Lithiumgewinnung erneuerbare Geothermie-Energie erzeugen.

Markt fokussiert auf Umsetzung

Trotz der gesicherten Finanzierung zeigt die Vulcan Energy-Aktie in den letzten Wochen Schwäche. Mit der Finanzierung im Rücken richtet sich die Aufmerksamkeit auf Bauzeitpläne, Kostendisziplin und Ausführungsrisiken.

Lionheart ist nur der erste Schritt in Vulcans regionaler Strategie. Phase Eins nutzt lediglich zwei der 17 Lizenzen des Unternehmens im Oberrheingraben. Abhängig von Marktnachfrage und operativer Performance plant Vulcan alle zwei bis drei Jahre weitere Produktionsmodule.

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