Ende Februar hat Vonovia eine Kapitalmaßnahme abgeschlossen und die Stimmrechtsbasis auf 848,3 Millionen Aktien angepasst. Die Anpassung erfolgte durch die Ausgabe neuer Bezugsaktien im Rahmen der Dividendenoption – Aktionäre konnten für 2024 zwischen Bar- und Aktiendividende wählen. Doch diese formale Meldung ist nur das Vorspiel. Am 19. März folgt der eigentliche Test: der Geschäftsbericht für 2025. Nach einer Rally von über 17 Prozent seit Jahresbeginn muss die bilanzielle Neuaufstellung unter CEO Luka Mucic nun liefern.

EBITDA-Ziel von 2,8 Milliarden Euro im Fokus

Das Management hatte im November ein bereinigtes EBITDA von rund 2,8 Milliarden Euro für 2025 in Aussicht gestellt. Für 2026 peilt Vonovia eine Spanne von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro an. In den ersten neun Monaten 2025 lag das bereinigte EBITDA bei 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Operativ meldete Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern für die ersten neun Monate einen Nettogewinn von 3,41 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von 592 Millionen Euro zu Buche gestanden. Wesentlicher Treiber waren positive Neubewertungen des Immobilienportfolios.

Schuldenabbau zeigt erste Wirkung

Ein zentrales Thema bleibt die Verschuldung. Das Verhältnis von Nettoschulden zum EBITDA konnte von 15,1 auf 14,0 gesenkt werden. Der Konzern arbeitet aktiv an der Entlastung seiner Bilanz: Eine neue Eurobond-Emission über 9,9 Milliarden Yen soll in ein Rückkaufangebot für unbesicherte Euro-Anleihen fließen, die bis 2027 fällig werden. Vonovia tauscht damit kurzfristige Verbindlichkeiten gegen längere Laufzeiten und glättet das Fälligkeitsprofil.

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Bereits im November 2025 hatte der Konzern drei Eurobond-Serien mit 2,25 Milliarden Euro Gesamtvolumen platziert – mit Laufzeiten von 7, 11 und 15 Jahren, durchschnittlich 3,96 Prozent Zins und 3,4-facher Überzeichnung.

Morgan Stanley hebt Rating an

Morgan Stanley stufte Vonovia zuletzt von "Underweight" auf "Equal-Weight" hoch und verwies dabei auf das Potenzial zur Entschuldung unter dem neuen CEO Luka Mucic, der seit Januar im Amt ist. CDO Daniel Riedl scheidet zum 31. Mai 2026 im gegenseitigen Einvernehmen aus. Der Führungswechsel fällt in eine Phase intensiver Restrukturierung.

Die Investmentbank beschreibt den europäischen Immobiliensektor als attraktiv bewertet, mit günstigen Bewertungen und erhöhter M&A-Aktivität. Für Vonovia bleibt das Zinsniveau der entscheidende Hebel – sinkende europäische Anleiherenditen wirken unterstützend, gleichzeitig belasten Mietkontrollrisiken in Deutschland.

Geschäftsbericht bringt Klarheit

Am 19. März 2026 legt Vonovia den detaillierten Jahresbericht vor. Analysten werden besonders auf Aussagen zur Zinssensitivität, zu Baukosten und zur Portfoliobewertung achten. Danach folgen am 7. Mai die Zahlen zum ersten Quartal, bevor am 21. Mai die Hauptversammlung ansteht. Ob die operative Entwicklung die jüngste Kurserholung rechtfertigt, zeigt sich in zwei Wochen.

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