Der VW-Konzern kämpft auf mehreren Fronten gleichzeitig. Ein Gewinneinbruch nach Steuern um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 hat die Anleger aufgerüttelt – und die Aktie notiert heute auf XETRA bei rund 88,92 Euro, mit einem leichten Minus von 0,65 Prozent. Inmitten der Hiobsbotschaften gibt es jedoch einen Bereich, der sich gegen den Konzerntrend stemmt.

Finanzsparte als stiller Gewinner

Die Finanz- und Mobilitätssparte Group Mobility schloss 2025 mit einem operativen Ergebnis von 3,45 Milliarden Euro ab – ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 erwartet der neue Spartenchef Anthony Bandmann eine erneute deutliche Steigerung. Das Geschäftsmodell zeigt sich also widerstandsfähiger als der Konzern als Ganzes.

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Kein Wunder: Knapp 70 Prozent aller in Deutschland ausgelieferten VW-Fahrzeuge laufen durch die Bücher der Sparte, bei Elektrofahrzeugen sogar 82 Prozent. Das macht Group Mobility zu einem verlässlichen Ergebnisanker – gerade dann, wenn das Kerngeschäft schwächelt.

Worst-Case aus der Beraterwerkstatt

Während die Finanzsparte Zuversicht verbreitet, kursiert anderswo ein deutlich düstereres Bild. McKinsey soll für den Konzern ein Extremszenario durchgerechnet haben, das langfristig von zehn deutschen Werken nur noch zwei übrig lässt: Wolfsburg und das Audi-Werk in Ingolstadt. Standorte wie Zwickau, Emden oder Neckarsulm stünden dabei auf dem Prüfstand. Ob dieses Szenario je zur Realität wird, ist offen – als Denkanstoß für die laufende Restrukturierung dürfte es aber seine Wirkung nicht verfehlen.

Günstige Bewertung, unklare Richtung

Charttechnisch testet die Aktie weiterhin eine zentrale Unterstützungszone. Hält der Bereich nicht, könnte weiterer Verkaufsdruck entstehen. Auf der anderen Seite lockt die Bewertung: Ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis kombiniert mit einer vergleichsweise attraktiven Dividendenrendite macht VW zu einem klassischen Value-Kandidaten – allerdings einem, der diese Erwartung erst noch einlösen muss.

Die Finanzsparte liefert ein erstes konstruktives Signal. Der Rest des Konzerns – belastet durch Transformationskosten, schwächelnde Absatzmärkte und nun auch Berater-Szenarien zum Werksabbau – steht unter Bewährungsdruck.

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