Die Hoffnung ist derzeit groß, dass die Konjunktur in Österreich und Europa im Jahr 2026 wieder etwas auf Wachstumskurs gehen könnte. Damit es damit klappt, darf die Politik nach Ansicht von Voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner jedoch nicht nachlassen. In einem Hintergrundgespräch am Montag, über das auf den Seiten der Wiener Börse zu lesen ist, warnte er vor einer weiteren Industrie-Abwanderung, sollten nicht schnelle und effektive Maßnahmen ergriffen werden.

Auf dem Wunschzettel von Voestalpine stehen unter anderem "Reparaturen" beim CO2-Grenzausgleichssystem CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) sowie eine Verlängerung von CO2-Freizertifikaten. Gelobt wurde die Regierung in Wien für eine Verlängerung der Strompreiskompensation, befristete Industriestrompreise sowie schnelleren Verfahren bei Umweltverträglichkeitsprüfungen. Offenbar reicht das aber noch lange nicht aus, um die gewünschte Planungssicherheit zu erhalten.

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Voestalpine verlangt nach Tempo

Grob zusammengefasst geht es nach Ansicht von Eibensteiner durchaus in die richtige Richtung. Der Voestalpine-Chef hätte aber nichts dagegen, wenn es etwas schneller vorangehen würde und Österreich sich auch in Brüssel für Reformen stark machen würde. Ohne eine "rasche und pragmatische Umsetzung" drohe eine dramatische Abwanderung der europäischen Industrie. Das wiederum hätte den dauerhaften Verlust von gut bezahlten Arbeitsplätzen zur Folge.

Kritik an den eigenen Nachhaltigkeitsplänen lässt Voestalpine derweil nicht gelten. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den letzten zehn Jahren 5,6 Milliarden Euro allein in Österreich investiert und berichtet über gute Fortschritte beim Dekarbonisierungsprojekt Greentec Steel. Bis zum Jahr 2029 sollen die Emissionen von Voestalpine im Vergleich zu 2019 um 30 Prozent sinken.

Luft zum Atmen

Voestalpine bleibt dem Thema Nachhaltigkeit also weiterhin verschrieben und ist damit grundsätzlich auf Linie mit der Agenda der EU. Anpassungen im Detail sollen aber für mehr Verlässlichkeit sorgen. Letzten Endes können Unternehmen auch nur in nachhaltige Projekte investieren, wenn dafür genügend Einnahmen fließen. Der Wunsch nach Entlastung ist daher auch aus Anlegersicht nachvollziehbar.

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